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Berufswahl: Verfolgst du deine eigenen Ziele?

Berufliche Ziele verfolgen: Wanderin
verfasst von Afra

Im stressigen Arbeitsalltag passiert es leicht, dass wir das große Ganze aus den Augen verlieren und vergessen, uns zu fragen: „Warum mache ich überhaupt diesen Job und wo will ich einmal hin?“ Im Berufsleben wird es oft stressig und unser Fokus verschwimmt. Das wirklich Wichtige verschwindet aus unserem Blickfeld. Dabei sind es unsere eigene Motivation und unsere Begeisterungsfähigkeit, die uns Schwierigkeiten ertragen lassen und uns den richtigen Weg aufzeigen. Die folgenden drei Schritte helfen Dir, Deine Ziele deutlicher zu sehen und diese dann auch auf die richtige Art und Weise berufliche Ziele verfolgen zu können.

1.  berufliche Ziele – Wie genau sehen sie aus?

Wie bei allen Dingen im Leben, brauchst Du auch beruflich eine Perspektive und eine Zielvorstellung: etwas, worauf Du hinarbeitest.

Wenn Du Dir sicher bist, schon ein konkretes Ziel zu haben und zu verfolgen, dann halte trotzdem mal kurz inne und formuliere Dein Ziel in ein bis zwei prägnanten Sätzen. Wenn das nicht geht oder du zu lange nachdenken musst, dann hast Du Dein Ziel vielleicht doch noch nicht so klar visualisiert, wie Du dachtest oder es ist einfach noch nicht das richtige Ziel.

Viele Leute übernehmen einfach blind die Vorstellungen ihrer Mitmenschen. Sie studieren das, womit sie viel Geld verdienen können oder was sich die Eltern gewünscht haben. Problematisch wird es allerdings spätestens im Berufsleben: wer bei seiner Studien- und Berufswahl nicht intrinsischen Motiven gefolgt ist und sich an den Wünschen und Weltvorstellungen anderer orientiert hat, dem geht im Arbeitsalltag schnell die Puste aus. Wer nicht voll hinter seiner Berufsentscheidung steht und ohne Leidenschaft und Spaß an die Sache herangeht, der erzielt im Job nicht so gute Resultate, wie Menschen, deren Beruf ihren eigenen Zielen und Wünschen entspricht.

Was intellektuell sofort einleuchtet, begreifen viele Menschen emotional jedoch nicht und so steigt die Anzahl derer, die sich mit Ende zwanzig beruflich noch einmal komplett umorientieren und beispielsweise ein zweites Studium beginnen oder Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen, immer weiter. Somit lautet der erste Ratschlag ganz klar, sich nicht zu sehr an anderen zu orientieren und seine eigenen Maßstäbe zu setzen.

2. Sind Deine Ziele noch die gleichen?

Du weißt zwar, in welche Richtung Du läufst, aber warum Du das eigentlich machst, das verschwimmt immer mehr vor Deinem geistigen Auge.

Ziele können sich ändern. Deine äußeren Lebensumstände entwickeln sich ständig weiter und genauso veränderst auch Du Dich fortwährend. Was gestern noch die Welt für Dich bedeutet hat, kann heute schon vollkommen unwichtig sein.

Das ist an sich überhaupt kein Problem. Wichtig ist nur, dass Du die Flexibilität besitzt, Dir die Veränderung in Deiner Motivation einzugestehen und entsprechend zu handeln – Deinen Lebensweg dem anzupassen und Dich neu auszurichten.

Was genau das an Veränderungen mit sich bringt, kommt natürlich ganz auf Deine Situation an. Es kann zum Beispiel bedeuten, dass du Deinen Studienschwerpunkt verschiebst oder gar das Studienfach wechselst, dass Du eine Weiterbildungsmaßnahme Deiner Firma in Anspruch nimmst und Dich intern auf eine neue Position bewirbst oder dass Du alle Zelte abbrichst und Dir etwas komplett anderes suchst.

Wenn Du jetzt Bauchschmerzen bekommst, weil Du vor Veränderungen Angst hast und kein Risiko eingehen willst oder die Erwartungen, die andere in Dich setzen, nicht enttäuschen willst, mache Dir selbst klar: je länger Du diese Entscheidung aufschiebst, desto schwieriger und komplizierter wird es, Deinen beruflichen Kurs zu korrigieren. Also entscheide Dich lieber jetzt zu einem drastischen Schritt, anstatt Dich weiter zu quälen und Deine Energie unnötig an etwas zu verschwenden, was nicht Dir entspricht.

3. Ist dein Weg wirklich zielführend?

Hast Du erst einmal das ultimative Ziel gefunden und bist Dir ganz sicher, dass es das ist, was Du wirklich willst, lauern noch viele Hindernisse am Wegesrand.

Zum einen kann es Dich paradoxerweise eher von Deinem Ziel fernhalten, wenn Du Dich zu verbissen darauf konzentrierst. Wenn Du beispielsweise jede Woche einen Haufen Überstunden machst, den Urlaub für die Arbeit sausen lässt und auf Deine Hobbies und auf Verabredungen mit Deinen Freunden und Deiner Familie verzichtest, nur um möglichst schnell im Job aufzusteigen, kann das genau das Gegenteil bewirken: wer zu angestrengt und verkrampft auf etwas hinarbeitet, dem geht dabei die Energie und die Leidenschaft verloren und das ist sowohl für Dich schlecht, als auch für Deine Aufstiegschancen. Denn Dein Vorgesetzter merkt meist, welcher Mitarbeiter die innovativsten Ideen hat und am meisten für die Sache brennt.

Es kann also ganz gut sein, kleine Umwege in Kauf zu nehmen. Wenn sich dir beispielsweise die Chance zu einem  Auslandsaufenthalt in dem Land bietet, in das du schon immer mal reisen wolltest oder dazu, ein ehrenamtliches Engagment auszuüben, welches dir zwar keine beruflichen Vorteile, dafür aber persönliche Erfüllung verschafft: dann nimm diese Chancen wahr!

Vielleicht entdeckst Du dadurch eine neue Facette an Dir selbst, welche sich als wichtiger Baustein Deiner Persönlichkeit entpuppt. Oder Dir erschließt sich eine vollkommen neue Perspektive, durch die sich Dir ungeahnte Möglichkeiten eröffnen, auf die Du sonst nie gekommen wärst.

Zum anderen solltest Du natürlich darauf achten, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und Dich nicht zu sehr durch die Verlockungen des Alltags ablenken lassen.

Wenn Du allerdings ein gesundes Mittelmaß findest und auf dem Weg zum Ziel nicht Deine Leidenschaft verlierst, dann kommst Du ihm auch näher – Stück für Stück.

 

Über den Autor

Afra

Afra ist seit geraumer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig. Ihr Erfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen von Unternehmen und Ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften helfen ihr bei der Einschätzung von Fragen zu Karriere und Bewerbung.

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