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2014 – ein Jahr der Berufsorientierung geht zu Ende

Master- oder MBA-Abschluss - Berufsorientierung
verfasst von Bernadette

Es ist kurz vor zwölf – zumindest sieht das ein jeder, der einen Blick auf die Zahlen des Ausbildungsmarktes sowie der Hochschulanfänger und –abbrecher wirft. Während die Prognosen mehr schlecht als recht aussehen, bleibt den Experten nur eine Frage:

Was können wir tun?

Die Politik zum Arbeitsmarkt kann sich ändern (z. Bsp. Rente mit 70+ & anschließender Altersarmut?), das Thema der Berufsorientierung kann verstärkt in den Schulen angegangen werden, mehr qualifizierte Zuwanderer können aquiriert werden oder die Elternzeit verkürzt …?

Oder einfach versuchen das Problem bei den Wurzeln zu packen?

Allerdings stellt sich an diesem Punkt die Frage, wo die eigentlichen Wurzeln des Problems liegen und was unternommen werden kann. Widmen wir uns an dieser Stelle einem der markantesten Probleme, die in diesem Zusammenhang auftreten: Die Berufsorientierung!

Zu Beginn des Jahres 2014 hat Joachim Diercks zu einem Blogroll aufgerufen, in welchem das Thema Berufsorientierung ausführlich von Experten aus verschiedenen Fachrichtungen diskutiert werden sollte – und in den folgenden Monaten auch wurde. Die Möglichkeit, an diesem Blogroll teilzunehmen, wollen wir an dieser Stelle nutzen und folglich das vergangene Jahr im Hinblick auf die Berufsorientierung Revue passieren lassen.

In den vergangen Monaten haben wir uns verstärkt mit diesem Thema auseinander gesetzt. Zum einen während des Aufbaus unseres Ausbildungs Atlasses. Dort stellen wir nach Bundesland geordnete Anlaufstellen vor, bei denen angehende Azubis sich rundum zur Ausbildung informieren können.

Des Weiteren haben wir jedoch auch immer wieder das Vergnügen, mit Experten zu dem Thema Berufsorientierung sprechen zu können. Die Tipps der Experten für die eigene Berufsorientierung lassen sich wie folgt zusammen fassen:

  • Sich mit Freunden/Bekannten/Verwandten austauschen:
    • Wen kennst du und was machen diese Personen?
    • Gibt es darunter eine Berufsrichtung, die dich auch interessiert?
  • Immer vor Augen halten: „Der perfekte Job ist immer im Fluss.
  • Herausarbeiten: Was ist für mich persönlich bei einem Job wichtig und wozu möchte ich einen Beitrag leisten?
  • Nicht nur die klassischen Berufe, sondern ebenfalls Alternativen in Betracht ziehen
  • Eltern und Lehrer in die Berufswahl mit einbeziehen
  • Praktika absolvieren und dadurch Erfahrungen sammeln

Das klingt zunächst etwas zusammenhangslos, ist allerdings auch nur ein Teil von dem, was möglich ist. Um es einmal besser aufzudröseln:

Expertentipps

© Karriere Guru

Die Möglichkeiten in der Schule:

Viele Schulen bieten bereits im Lehrplan festgeschriebene Praktika an, zumeist in der achten oder neunten Klasse. In dieser Zeit werdet ihr für 2-3 Wochen vom Schulbesuch freigestellt und könnt in einem Unternehmen, bei dem eure Bewerbung erfolgreich war, in einen Beruf schnuppern. Insofern ihr euch aber mehrere Optionen für eure Zukunft denken könnt, ist es ratsam, in euren großen Ferien zusätzliche Praktika zu absolvieren.

Des Weiteren integrieren einige Schulen in den Schulalltag Besuche beim Berufsinformationszentrum (BIZ), wo ihr zum Beispiel die Möglichkeit habt, an einem Berufswahltest teilzunehmen.

Zuzüglich bieten manche Schulen noch eine gezielte Beratungsstelle an. Dort erwartet euch dann ein für diesen Zweck geschulter Lehrer, der euch mit Rat und Tat zur Seite steht. Bereits in dieser Zeit könnt ihr euch mit euren Mitschülern darüber unterhalten, welche Erfahrung diese während ihrer Berufsorientierung gesammelt haben und zu welchem Entschluss sie für sich gekommen sind.

Denn bedenkt: Der regelmäßige Austausch über bisher gewonnene Erfahrungen durch Praktika o. ä. informiert nicht nur, sondern kann euch für eure berufliche Zukunft ebenfalls auf neue Ideen bringen.

Zusammenfassung der Möglichkeiten in der Schule

© Karriere Guru

In der eigenen Freizeit

Was? In der Freizeit an der eigenen Berufsorientierung arbeiten?

Definitiv. Denn Möglichkeiten bieten sich hier im Übermaß.

Das Arbeitsamt bietet Berufsberatungstermine an, die als Einzelgespräch mit eurem persönlichen Ansprechpartner stattfinden. Euch erwartet dann ein Mitarbeiter, der euch im Bezug auf eure Interessen und Neigungen auf den Zahn fühlt. Dementsprechend werden euch dann Vorschläge für mögliche Berufe präsentiert.

Eine kostenpflichtige Alternative

Die kostenpflichtige Alternative nennt sich Karriereberater. Was vielleicht im ersten Moment nach einer überteuerten Beratung klingt, welche ihr an anderer Stelle kostengünstiger erhalten könnt, kann je nach Person und Problem bei der Berufsorientierung die Lösung für das Problem sein.

Was diese Karriereberater mit euch unternehmen? Sie haben bestimmte Analysemethoden, wie beispielsweise das ZRM, mit denen sie die Wünsche im Hinblick auf eure berufliche Zukunft genau untersuchen. Dadurch werden für euch die Berufe gefunden, die euren Interessen entsprechen.

Ein weiterer Vorteil

Die Berufsorientierung eines Schülers birgt ein großes Konfliktpotenzial. Häufig haben die eigenen Eltern ganz andere Ziele für ihren jungen Sprössling. Es ist nicht abzuschätzen, wie viele Jugendliche sich mit ihrem Berufswunsch gegen die hohen Erwartungen der Eltern stemmen müssen. Viele Karriereberater für Jugendliche setzen sich an diesem Punkt für euch ein und versuchen euren Eltern sinnvoll zu erklären, welche Berufe zu euch am besten passen.

Eure Möglichkeiten in der Freizeit

© Karriere Guru

Im Anschluss?

Wie bereits erwähnt, ist es ratsam, sich durch Praktika einen ersten Einblick zu verschaffen. Ihr habt eine Auswahl an Berufen zur Hand, die eure Interessen ansprechen? Dann versucht in den entsprechenden Bereichen ein Praktikum in euren Ferien zu absolvieren.

Oder über einen Nebenjob?

Nicht nur über ein Praktikum könnt ihr erste Eindrücke gewinnen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Nebenjob in dem gewünschten Bereich? Das ist zwar nicht unbedingt in jedem Berufsfeld möglich, doch sollte der Versuch unternommen werden.

Abschließend

Wenn ihr euch darüber im Klaren seid, welcher Beruf im Endeffekt für euch in Frage kommt, könnt ihr euch mit den folgenden Fragen auseinander setzen:

  • Welche Berufsqualifizierung benötige ich?
    • Genügt eine Ausbildung?
    • Benötige ich ein Studium?
    • Gibt es alternative Wege?
  • Handelt es sich um einen „klassischen Beruf“?
      • Damit sind bekannte Berufe gemeint, wie beispielsweise die kaufmännischen Berufe (Kaufmann/-frau, Banker etc.), handwerkliche Berufe (Klempner, Koch, Firsör etc.) o. ä.
    • Gibt es alternative Berufe, die sich mit einem ähnlichen Bereich befassen?
      • Insofern ihr Alternativen für euren eigentlichen Traumberuf findet, habt ihr weitere Optionen, die letztlich zu dem gleichen Ziel führen können.
Abschluss

© Karriere Guru

Fazit:

Die Berufsorierntierung bleibt nicht unbedingt nur eine Aufgabe während eurer Jugendjahre – also wenn es darum geht, sich für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden. Die Interessen eines Menschen ändern sich, wodurch sich der perfekte Job immer in einem Flow befindet. Es ist jedoch wichtig, dass ihr für euch einen Weg findet, so viele Interessen wie möglich zu bündeln und für eure Berufsorientierung zu nutzen.

Aber:

Ein großes Aber muss zum Schluss noch angefügt werden: Lehrlingsjahre sind keine Herrenjahre, das wussten bereits unsere Großeltern. Wichtig ist es jedoch, nicht direkt bei jeder Kleinigkeit, die nicht so verläuft, wie ihr es euch vorstellt, die Flinte ins Korn zu werfen und aufzugeben.

Über den Autor

Bernadette

Seit über zwei Jahren ergänzt Bernadette das Team der webschmiede GmbH im Bereich Online-Marketing. Dabei informiert sie sich über alle Neuigkeiten rund um das Thema Karriere und Bewerbung. Mittlerweile übernimmt sie nicht nur die redaktionelle Leitung unserer Blogs sowie die Kooperationsleitung. Sie kümmert sich ebenfalls um unsere Marketing-Neuzugänge und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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