Der demographische Wandel – Chance oder Risiko?

Der demographische Wandel - Chance oder Risiko?
verfasst von Ben
Demographischer Wandel - Chance oder Risiko?

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Viele junge Menschen haben heutzutage Angst, später keinen Job zu finden. Das betrifft selbst diejenigen, die sich in einer Ausbildung oder einem Studium befinden und diese bzw. dieses auch voraussichtlich erfolgreich beenden werden. Und auch viele Absolventen suchen nach ihrem Abschluss zum Teil mehrere Monate nach einem Job.

Doch wie kann das sein? Auf der einen Seite steht die Wirtschaftskrise 2007, seit der die gefühlte berufliche Unsicherheit der Menschen deutlich gestiegen ist. Auf der anderen Seite stehen der demographische Wandel und der von vielen Unternehmen und Politikern so oft beklagte Fachkräftemangel. Zum einen bleiben Lehrstellen unbesetzt – im Jahr 2011/12 6,4% -, zum anderen steigt die Zahl der Bewerber, die keinen Ausbildungsplatz finden – im Jahr 2011/12 2,9%.

Woran das liegt? Zu großen Teilen daran, dass viele Ausbildungswillige sich auf ihren Traumberuf versteifen und dadurch andere Möglichkeiten und deren Perspektiven völlig außer Acht lassen. Zusätzlich leiden viele Ausbildungsberufe unter einem – zum Teil auch zu Unrecht – schlechten Image, weshalb kaum jemand den Wunsch verspürt diesem Beruf nachzugehen und die von den Unternehmen zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze unberücksichtigt und somit unbesetzt bleiben.

Prognosen für den Arbeitsmarkt

Sowohl für den Ausbildungs- als auch für den Arbeitsmarkt gibt es sowohl positive als auch negative Aussichten.

Positiv: Der demographische Wandel und der daraus resultierende steigende Bedarf an Auszubildenden und Arbeitnehmern. Denn da in Deutschland immer weniger Kinder geboren und die Menschen dank des medizinischen Fortschritts immer älter werden, sinkt die Zahl der Erwerbsfähigen. So steht eine zunehmende Anzahl an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen einer abnehmenden Anzahl an Auszubildenden und Arbeitnehmern gegenüber. Die Chancen eine Stelle zu bekommen steigen also.

Negativ: Ebenfalls durch den demographischen Wandel bedingt, werden die zukünftigen Arbeitnehmer immer länger arbeiten müssen, um in unserem Sozialstaat für die große Anzahl an Erwerbsunfähigen – Kinder, aber auch vor allem Rentner – aufzukommen. So ist die Rente mit 67 längst nicht mehr undenkbar.

Chancen und Möglichkeiten

Wie positiv oder negativ man die oben genannten verschiedenen Auswirkungen des demographischen Wandels bewertet, hängt von jedem selbst und den persönlichen Arbeitsvor- und -einstellungen ab. Unternehmen sollten schon heute großen Wert auf exzellentes Personalmanagement legen – ein Thema das schon heute eine bedeutende Rolle spielt, jedoch in Zukunft eine noch viel größere! Als zukünftiger Arbeitnehmer sollte man heute investieren – also Nischen im Arbeitsmarkt erkennen und einen guten Abschluss anstreben – um in Zukunft zu den begehrten und gut bezahlten Fachkräften zu gehören. Denn wer keine Qualifikationen vorweisen kann, wird es auch bei einem großen Angebot an Arbeit schwer haben, einen Job zu finden.