Der Gehaltsreport 2015

500 und 100€ Scheine, die in eine offene Hand fallen - Gehaltsreport
verfasst von Ben

Gerade diejenigen, die in den Gehaltsverhandlungen mit einer sinnvollen Argumentation ihr Einkommen aufpeppen wollen, sollten sich vorher schlau machen, wie die durchschnittlichen Gehälter in seinem Bereich aussehen. Eine kleine Hilfe dafür bietet der Stepstone Gehaltsreport!

Jährlich deckt Stepstone auf, in welchen Branchen und mit welchem Abschluss wer in Deutschland am besten verdienen kann. Dabei darf natürlich nicht der Standort vergessen werden, denn auch dort zeigen sich deutschlandweit Schwankungen. Bevor sich jedoch jemand in seiner Gehaltsverhandlung zu weit aus dem Fenster lehnt und die dort angegebenen Zahlen als Maßstab sieht, sollte er das Folgende nicht vergessen:

Der Gehaltsreport verweist lediglich auf Durchschnittswerte in den verschiedenen Branchen und sichert damit einen Überblick. Ebenfalls ermöglicht der Gehaltsreport eine Orientierung im Hinblick auf den Verdienst bei den unterschiedlichen Bildungsabschlüssen sowie die Option, sich über die Gehälter im regionalen Vergleich zu informieren.

500 und 100€ Scheine, die in eine offene Hand fallen

© vege – Fotolia

Für wen ist dementsprechend der Gehaltsreport von Interesse?

Spannend wird dieser Report für jeden, der sich regional ungebunden nach einem neuen Job umsehen möchte – egal, ob gerade die Uni absolviert wurde, oder einfach die derzeitige Anstellung nicht wirklich glücklich macht. Wenn die Wahl lediglich durch den jeweiligen Verdienst beeinflusst wird, so ist der Report mehr als nützlich.

Ebenso ist der Gehaltsreport interessant für diejenigen, die überlegen welchen Bildungsweg sie einschlagen möchten und mit welchem Gehalt sie in dem entsprechenden Fall rechnen können –gleichwohl der Beruf nicht allein aufgrund des Verdienstes gewählt werden sollte! Vielleicht steht auch einfach die Frage im Raum, ob promoviert werden soll, oder nicht? Ob sich die in eine Promotion investierte Zeit im Endeffekt rentiert usw.

Vor allem kann ein solcher Gehaltsreport die ganzen „hätte, hätte, hätte …“ – Gedanken zu einem Ende bringen! Wer überlegt, ob nicht eine andere Branche für ihn lukrativer hätte sein können (insofern allein der Lohn bei der Arbeit glücklich macht), kann sich ganz leicht informieren und für sich entscheiden, wie richtig die Wahl gewesen ist.

Wie sehen die Ergebnisse nun eigentlich aus?

1. Das Bruttodurchschnittsgehalt

Das durchschnittliche Bruttogehalt in Deutschland liegt, bei einer Fach- und Führungskraft, bei 52.000€. Für manchen in einer solchen Situation ist das vielleicht eher noch ein Wunschgehalt, statt Realität – aber es handelt sich nicht um einen Richtwert, sondern lediglich um einen Durchschnitt.

2. Wo verdiene ich am meisten/wenigsten in Deutschland?

Wem es rein um den Verdienst geht, der ist in Hessen am besten aufgehoben. Dort liegt das durchschnittliche Bruttoeinkommen im Jahr bei 55.509€, inklusive aller variablen Anteile. Mit 38.309€/Jahr sieht es dagegen eher schlecht in Sachsen – Anhalt aus. In Kategorien (nach Gehalt) setzt sich folgendes Bild im Bezug auf den durchschnittlichen Bruttoverdienst/Jahr:

38.000 – 43.000: Thüringen, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen – Anhalt
43.000 – 49.000: Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin
49.000 – 53.000: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Saarland
53.000 – 56.000: Hessen, Bayern, Baden-Württemberg

Wer verdient wo was in Deutschland?

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3. Wie haben sich die Branchen im vergangenen Jahr entwickelt?

Auf den ersten drei Plätzen der Top-Branchen im vergangenen Jahr sind:

      1. Die Banken
      2. Die Pharmaindustrie
      3. Allgemein gehalten: „Automotive“

Weniger erfolgreich waren die Top 3 der Flop-Branchen:

      1. Hotel- und Gastronomiegewerbe
      2. Handwerk
      3. der Bereich „Bildung und Training

Eine genaue Auflistung der Top 10 zeigt euch die folgende Grafik:

Top- und Flop-Branchen 2014

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4. Wie sieht es denn mit den Gehältern nach den einzelnen Studiengängen aus?

Die Spitzenreiter im vergangenen Jahr sind mit einem Durchschnittsgehalt pro Jahr von 63.943€ die (Zahn-) Mediziner. Den letzten Platz belegen, mit 40.346€ die Designstudiengänge. Mit durchschnittlich 44.369€ sind die Geisteswissenschaftler und Philosophen noch knapp dem ganz unteren Bereich entkommen. Weiter im guten Mittelfeld befinden sich die Studiengänge rund um die Wirtschaftswissenschaften mit 56.438€ durchschnittlichem Jahresgehalt. Knapp über den von Studenten gern als WiWi abgekürzten Studiengängenbefinden sich die Rechtswissenschaften. Das durchschnittliche Jahresgehalt eines dementsprechenden Juristen liegt bei 60.303€.

Neben diesen Unterschieden allein im Bereich der Studiengänge, gilt es aber noch von den Abschlüssen her zu differenzieren.

Das führt uns zur letzten Frage:

5. Mit welchem Gehalt kann ich durchschnittlich nach welchem Abschluss rechnen?

An Platz eins steht das jährliche Gehalt nach einer Promotion mit 64.419€, gefolgt von dem Staatsexamen mit 58.281€. Interessant wird es überdies bei der folgenden Aufteilung: Diejenigen, die das Diplom (Uni), den Magister oder ihren Master gemacht haben, kommen auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von 56.414€. Doch diejenigen, die ihr Diplom an einer FH gemacht haben, gelangen zu dem gleichen Durchschnittsgehalt, wie Bachelorabsolventen: 55.971€.

Im Bezug auf die Gehälter in Abhängigkeit von dem jeweiligen Schulabschluss, erwirtschaften die Abiturienten 44.884€/Jahr und (Zitat!) diejenigen mit einem „sonstigen schulischen Abschluss“ 40.716€/Jahr.

Gehalt nach Abschluss

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