Bewerbung

Die absurdesten und skurrilsten Fragen aus Vorstellungsgesprächen

Vorstellungsgespräch
verfasst von Bernadette

Die erste Hürde der Bewerbung ist überstanden und du hältst die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in den Händen. Mit einer ausreichenden Vorbereitung dürfte bei dem Bewerbungsgespräch nichts weiter schief gehen. Aber was ist, wenn der Personaler mit seinen Fragen skurriles Wissen abruft?

Das schlimme Jobinterview

© aleutie – Fotolia.com

„Wie würden Sie Probleme lösen, wenn Sie vom Mars kommen?“(Amazon)
„Kann man als Marsianer Karriere auf der Erde machen? Haben die nicht eher andere Interessen? Vielleicht würde ich erst einmal die Sprache lernen … Wie war das gleich noch in dem Film Mars Attacks?“

Es kursieren diverse Leitfäden im Internet, die sich allesamt mit der Vorbereitung  auf ein Bewerbungsgespräch und der Wappnung gegenüber dem Personaler beschäftigen. Welche Fragen könnten auf einen zukommen? Geht es nur um das Unternehmen? Habe ich ungeahnte Lücken im Lebenslauf? War das Anschreiben doch etwas zu dick aufgetragen? Was sage ich zu meinen Stärken? Wie ist die richtige Antwort zur Frage nach meinen Schwächen? Welche Körpersprache nehme ich an? Was machen meine Hände? Gestik? Mimik? Und was ist wenn … und was antworte ich dann?!

Was bei einem Vorstellungsgespräch keiner hinterfragt: Welche Fragen darf der Arbeitgeber, beziehungsweise der Personaler, in einem Bewerbungsgespräch an mich richten? Welche Fragen übersteigen seine Kompetenzen und dienen nicht einmal dazu, meine Stärken richtig einschätzen zu können?

„Glauben Sie an eine höhere Macht?“(Pepsi)
„Na ja, wenn das dazu dient mich ins Assessment Center zu bringen, glaube ich an alles …“

Grundsätzlich gilt:

Bezüglich der Familie/der Familienplanung darf der Personaler/der Arbeitgeber keine weiterführenden Auskünfte von dem Bewerber einholen. Jegliches Befragen nach dem Kinderwunsch, Scheidungsgründen, der Treue gegenüber dem Partner/der Partnerin und der Herkunft haben folglich im Vorstellungsgespräch nichts verloren. Jedoch darf der Arbeitgeber fragen, wie der Bewerber denkt, die Familie und den Beruf gut unter einen Hut zu bekommen.

Erkundigungen, die die Persönlichkeit des Bewerbers für einen Job betreffen, sollten von dem Personaler ebenfalls vermieden werden. Diesbezüglich sind alle Nachfragen gemeint, die sich mit der politischen, religiösen oder sexuellen Einstellung des potenziellen Mitarbeiters befassen. Die Aufforderung an den Bewerber, etwas mehr von sich selbst zu erzählen, ist an diesem Punkt gestattet. Dadurch bekommen Personaler und/oder Führungskräfte einen detaillierteren Einblick zu deiner bisherigen Karriere und können somit genauer einschätzen, ob du zu dem Unternehmen passt.

 

Aber Achtung

Gackernde Kolleginnen

© Kevin Schmitz – Unsplash.com

Wenn nach deiner Vergangenheit in vorhergegangenen Jobs gefragt wird, musst du mit deinen Antworten aufpassen! Zu erwähnen, dass du mit deinem Chef, den Kollegen oder Kunden auf Kriegsfuß stehst, ist keine gute Idee. Gleiches gilt für Lästereien über Mitarbeiter oder über das Unternehmen selbst.

Auskünfte nach gesundheitlichen Belangen sind, insofern die Bewerbungsunterlagen nicht auf einen Job in einem Betrieb im Gesundheits– oder Lebensmittelbereich abzielen, ebenfalls nicht zu stellen. Damit sind Fragen gemeint, die sich mit Allergien, akuten Krankheiten, Krankheiten in der Familie oder der Häufung von Krankheitsfällen in den vorangegangenen Jahren befassen.

Es ist jedoch erlaubt, nach den persönlichen Hobbys des potenziellen Arbeitnehmers zu fragen – zum Beispiel, wenn dein Lebenslauf keine Informationen dazu enthält. Durch deine entsprechenden Antworten ist es dem Unternehmen jedoch möglich, abzuschätzen, wie „gefährlich“ du lebst. Wenn du beispielsweise Risikosportarten in der Freizeit ausübst, kann das Unternehmen die Gefahr sehen, dass du wegen Verletzungen deine Karriere mit Krankenhausaufenthalten spickst. Achte also in deinem Vorstellungsgespräch genau darauf, was du in diesem Moment antwortest!

„Wie bekommen Sie eine Giraffe in einen Kühlschrank?“ (UBS)
„Haben Sie da vielleicht ein paar Tipps für mich? Muss die Giraffe da an einem Stück bleiben? Wissen Tierschützer von diesen Fragen?“

Eigentlich sind es drei ganz einfache Grundsätze, an die sich Personaler/Arbeitgeber halten können. Dennoch greifen sie für ihre Bewerbungsgespräche zum Teil sehr, sehr tief in ihre Trickkiste skurriler und außergewöhnlicher Fragen. Ob sie dann noch eine Antwort von dem Bewerber/der Bewerberin erhalten, steht auf einem anderen Blatt.

© Fotolia.com - lassedesignen

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Folgend eine kleine Auswahl von sonderbaren Fragen in einem Vorstellungsgespräch, auf die sich Bewerber unmöglich hätten vorbereiten können, und unsere Auswahl an nicht ernst zu nehmenden Antworten:

  • „Sind Sie sicher, dass man Ihren Namen so schreibt?“
    „Ja, ich denke doch, dass ich Wissen muss, wie mein Name geschrieben wird. Zumindest gibt mir da meine Geburtsurkunde recht.“
  • „Sie waren ja Stewardess während Ihres ersten Studiums. Hatten Sie ein Verhältnis mit einem Piloten und wenn ja, sind Sie mit diesem immer noch zusammen?“
    „Ich hab meine Jobs immer ernst genommen, ob im Studium oder danach. Alle anderen Beziehungen fallen in mein Privatleben.“
  • „Würden Sie lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist wie ein Pferd, oder gegen 100 Pferde, die so groß sind wie Enten?“
    „Also gegen Tiere zu kämpfen, einfach so, gehört nicht zu meinen Stärken – gerade bei so seltenen Exemplaren. Ich bin da eher Tierschützer.“
  • Altersdiskriminierung ist gesetzlich verboten; aber glauben Sie nicht, dass 30 zu alt ist?“
    „Also zu alt für den Spielplatz ist man damit mit Sicherheit, aber ich gehe davon aus, dass Ihr Unternehmen seriös ist.“
  • „Ihnen wurde gekündigt. Sind Sie sicher, dass Sie die richtigen Kompetenzen mitbringen, um für uns zu arbeiten?“
    „Für Ihr Unternehmen schon, für das andere anscheinend nicht.“
  • „Sind Sie der Hammer oder der Amboss? Und warum?“
    „Weder noch, ich bin da eher diplomatisch.“
  • „Wie würden Sie Ihrer Oma Facebook erklären?“
    „Brauche ich nicht mehr, die hat sich da unlängst angemeldet.“
  • „Glauben Sie nicht, dass Ihnen hier zu schnell langweilig wird?“
    „Ich denke doch, dass ich einiges von Ihnen lernen kann.“
  • „Sie haben an so vielen Universitäten studiert, so konnte Sie wohl kein Professor näher kennenlernen, oder?“
    „Sehen Sie, so konnte ich die Welt etwas kennenlernen und von den verschiedensten Erfahrungen profitieren.“
  • „Wie viel Prozent sind die Zeiger auf einer analogen Uhr auseinander, wenn es Viertel nach drei ist?“
    „Ich dachte wir sind hier in einem modernen Unternehmen, sollten Sie da nicht auch auf Digitaluhren umstellen?“
  • „Sprechen Sie auch diese Ching–Chang –China Sprache?“ (gerichtet an einen vietnamesischen Bewerber)
    „Ich spreche fließend Schnick-Schnack-Schnuck und ironisch neben den auf dem Lebenslauf angegebenen Sprachen.“
  • „Warum sprechen Sie kein russisch, wo Sie doch aus Ostdeutschland kommen?“
    „Sprechen Sie niederländisch, weil Sie aus Westdeutschland kommen? Oder dänisch weil Sie aus dem Norden kommen?“
  • „Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen vorschlagen würde, mit mir eine schwule Beziehung einzugehen?“
    „Ist diese Beziehung für meine Einstellung in Ihrer Firma verpflichtend?“

Wie hoch die Chance ist, dass du bei einer ehrlichen Antwort auf jede einzelne skurrile Frage im Vorstellungsgespräch deines potenziellen Arbeitgebers den Job bekommst, können wir nicht zu 100 % sagen. Sicher scheint nur zu sein, dass Personaler in Bewerbungsgesprächen auch nur Menschen sind – egal wie schwer in den Momenten der Kontakt fällt und wie sehr das Thema einer Frage für den Job vollkommen unpassend ist.

Über den Autor

Bernadette

Seit über zwei Jahren ergänzt Bernadette das Team der webschmiede GmbH im Bereich Online-Marketing. Dabei informiert sie sich über alle Neuigkeiten rund um das Thema Karriere und Bewerbung. Mittlerweile übernimmt sie nicht nur die redaktionelle Leitung unserer Blogs sowie die Kooperationsleitung. Sie kümmert sich ebenfalls um unsere Marketing-Neuzugänge und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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