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Schluss mit Hotel Mama – Tipps für die erste Wohnung

verfasst von Lena

Wenn man zum Studium, für die Ausbildung oder ein Praktikum zum ersten Mal von zu Hause wegzieht, ist das meistens mit gemischten Gefühlen verbunden. Es ist unglaublich aufregend, von einem auf den anderen Moment selbstständig zu sein: keiner, der dir Vorschriften macht, wann du zu Hause sein sollst, wann du aufstehen oder dein Zimmer aufräumen sollst. Aber gleichzeitig auch niemand, der dir Essen kocht, deine T-Shirts wäscht oder den man mal eben um Rat fragen kann.

Und als wäre die plötzliche Eigenständigkeit und die Nervosität angesichts des nahenden ersten Semesters nicht genug, ist da noch die Sache mit der Wohnung selbst. Gerade in großen Studentenstädten mit Wohnungsknappheit und hohen Mietpreisen muss man sich am besten noch vor dem Zulassungsbescheid der Wunschuniversität um eine Unterkunft kümmern und sich auf Wohnungssuche begeben. Da ist die Auswahl gering und dennoch stellt sich die Frage: „Bin ich bereit, alleine zu wohnen?“ Oder doch lieber eine WG?

Um dir bei dieser Entscheidung zu helfen, haben wir für dich 3 Varianten näher betrachtet.

#1: die klassische WG

Eine Wohngemeinschaft ist so ziemlich der Inbegriff des Studentenlebens. Man hat sein eigenes Zimmer, teilt sich aber Küche, Bad und alle anderen Räumlichkeiten mit den Mitbewohnern. Jeder hat sein Fach im Kühlschrank, seinen eigenen Zahnputzbecher und seinen eigenen Wohnungsschlüssel. Abends kann man entspannt in der Gemeinschaftsküche sitzen und quatschen und wenn man keine Lust hat, bleibt man eben im Zimmer. Scheint für den Anfang das perfekte Maß an Privatsphäre zu sein. Und in den meisten Fällen ist das auch so.

Was du allerdings nicht vergessen darfst: zu der neu errungenen Freiheit gehören auch Pflichten. Dazu zählt der Putzplan, an den du dich möglichst halten solltest, ebenso wie die Tatsache, dass Bad und Küche eben Gemeinschaftsräume sind. Es geht also nicht, dass du morgens, wenn alle gleichzeitig zur Uni wollen, erstmal eine halbe Stunde die Dusche blockierst oder du tagelang das schmutzige Geschirr in der Spüle verschimmeln lässt. Auf Dauer werden deine Mitbewohner das nicht mitmachen.

Andersherum besteht dasselbe Problem. Wenn du sehr viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit legst, solltest du das bei der Wohnungsbesichtigung so kommunizieren, um festzustellen, wie wichtig dies deinem zukünftigen Mitbewohner ist. Sonst bist du am Ende derjenige, der alles ohne Hilfe sauber machen muss.

Bist du eher Ruhe gewöhnt? Musst du morgens früh raus und daher abends früh ins Bett? Kläre ab, ob deine zukünftigen Mitbewohner oft Besuch bekommen, ob sie gerne feiern, wie ihr Tagesrythmus aussieht.

Bist du selbst eher der Feiertyp? Sei fair und teile das deinen Mitbewohnern vor dem Einzug mit. Kannst du die Waschmaschine und das Wlan mitbenutzen, hat jemand Haustiere, musst du deine Töpfe selber mitbringen? All das gilt es möglichst schon vor dem Einzug zu klären.

Wenn alles passt und du dich gut mit den Leuten verstehst, steht einem entspannten WG-Leben nichts mehr im Weg.

#2: die eigene Wohnung

In den eigenen vier Wänden zu wohnen hat viele Vorteile: du kannst deine eigene Wohnung ganz allein nach deinem Geschmack einrichten, das dreckige Geschirr stehen lassen, solange du willst und musst nur dann zwingend putzen, wenn deine Eltern sich übers Wochenende angekündigt haben. Du kannst so laut sein, wie es dir (und den Nachbarn) passt und niemand klaut dir den letzten Joghurt aus dem Kühlschrank.

Allerdings ist es gerade am Anfang aber auch recht einsam. Du kennst die Stadt nicht und auch niemanden, der dir irgendetwas über sie erzählen kann. In einer WG lernt man leicht Leute kennen und selbst wenn man sich nicht mit ihnen anfreundet, so hast du immer einen Ansprechpartner, der weiß, wo man Andere treffen kann.

In der eigenen Wohnung fehlt diese Person. Es gibt vor allem auch niemanden, der dir die Tür aufmacht, wenn du mal deinen Schlüssel vergessen hast, niemanden, mit dem du dich gemeinsam über den Vermieter aufregen kannst, wenn die Heizung mal wieder nicht funktioniert und keinen, der sich mit dir die Miete teilt, weshalb die Kosten meist höher sind.

Trotzdem kann das das Richtige für dich sein, gerade wenn dir Ruhe und Privatsphäre sehr wichtig sind.

#3: das Studentenwohnheim

Für den Anfang ist ein Studentenwohnheim gar nicht so schlecht. Ja, es ist oft ranzig, die Möbel sind abgewohnt, das Bad meistens dreckig und man muss es sich mit 4 anderen teilen. Aber: meist ist ein Zimmer dort das günstigste, was man bekommen kann. Die Unterhaltung wird dabei gleich mitgeliefert, denn im Studentenwohnheim ist immer was los. Die Leute hier sind sehr kontaktfreudig und hilfsbereit und freuen sich immer über neue Gesichter.

Der größte Vorteil ist aber, dass du einen Ausgangspunkt hast, um in Ruhe die Stadt und neue Leute kennenzulernen. Finde heraus, wo die Anbindungen zur Uni am besten sind, welche Stadtteile du eher meiden solltest und triff neue Freunde, mit denen du dir vielleicht sogar das Zusammenleben vorstellen kannst. So stehen dir alle Möglichkeiten offen und du kannst in aller Ruhe darüber entscheiden, was du willst und die perfekte Wohnsituation für dich finden.

Wie auch immer du dich entscheidest: das Studentenleben sollte Spaß machen. Wenn du rechtzeitig zum Semesterbeginn eine Bleibe gefunden hast und dich nun auf das Studium vorbereiten willst, findest du hier 10 Tipps für angehende Studenten, die dir den Start ins erste Semester erleichtern werden!

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Lena

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