Studium

25 Jahre alt, wie nun krankenversichern?

Frau, die nachdenkt: welche Krankenversicherung?
verfasst von Afra
An einem Tisch sitzende, überlegende Frau

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Hat man das Abitur beziehungsweise Fachabitur in der Tasche und mit dem Kapitel Schule abgeschlossen, entschließen sich viele Schulabgänger dazu, ihrem Werdegang, durch den Beginn einer Berufsausbildung, eine neue Perspektive zu geben. Merkt man aber während der Ausbildung, dass der angestrebte Beruf nicht den persönlichen Erwartungen entspricht und die Tätigkeiten nicht erfüllend genug sind um ein Weitermachen zu rechtfertigen, entscheiden sich viele, mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, für eine Umorientierung. Dabei handelt es sich, vielerorts, um die Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule. Im Laufe des Studiums passiert es natürlich, dass mit einem Mal der 25. Geburtstag zelebriert wird und mit ihr ein Schreiben der Krankenkasse ins Haus flattert, die das Ende der Versicherungspflicht in der Familienversicherung bestätigt und die Anschlussversicherung hinterfragt. Doch welche Möglichkeiten einer Krankenversicherung bleiben als über 25- jähriger Student?

Möglichkeiten einer Krankenversicherung

Jeder, der das 25. Lebensjahr vollendet hat, muss sich darüber Gedanken machen, wie er sich für die restliche Studienzeit und darüber hinaus versichern möchte. Dahingehend haben Studenten zwei unterschiedliche Optionen, wie sie ihren Versicherungsschutz angehen können:

Studentische Krankenversicherung (gesetzlich)

Studenten, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr unter die Familienversicherung fallen, können sich gegen Zahlung eines geringen Beitrages selbst gesetzlich verlassen lassen. Demzufolge fallen monatlich Kosten in Höhe von 77,90 € an, von denen 13,13 € auf die Pflegeversicherung entfallen und 64,77 € für die Krankenversicherung gezahlt werden. Jedoch gilt diese Art des Krankenschutzes auch nicht ein Leben lang und endet mit dem Abschluss des Studiums oder spätestens bei Erreichen des 14. Fachsemesters oder 30. Lebensjahres.

Private Krankenversicherung

Jeder 25-jährige Student, der vor der Frage steht wie er sich nun krankenversichern will, hat auch die Wahl sich von seiner gesetzlichen Versicherungspflicht freisprechen zu lassen und den Schritt in die private Krankenversicherung (mehr dazu hier) zu wagen. Voraussetzung ist hierfür nur der Befreiungsantrag, der der zuständigen Krankenkasse innerhalb von drei Monaten vorzulegen ist. Hinsichtlich der zu zahlenden Beiträge sind diese nicht vorgeschrieben, sondern richten sich nach dem Alter und Gesundheitszustand des jeweiligen Versicherungsnehmers.

Bei der privaten Krankenversicherung haben Studenten die Möglichkeit sich ihren Versicherungsschutz genau nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zusammenstellen zu lassen. Nehmen sie im Laufe des Jahres keine Leistungen in Anspruch können sich diejenigen an Beitragsrückerstattungen erfreuen.

Wann lohnt sich die Private Krankenversicherung für Studierende?

Mit der Entscheidung „gesetzlich oder privat?“ entstehen häufig Zweifel, ob mit dem Wechsel in die private Krankenversicherung ein wirklicher Nutzen als Versicherter besteht oder es nicht sinnvoller wäre der gesetzlichen Krankenversicherung treu zu bleiben. In erster Linie lohnt sich der Eintritt in die private Krankenversicherung bei folgenden Fällen:

Kinder von Beamten
Studenten, deren Eltern im öffentlichen Dienst tätig sind und eine Beamtenposition einnehmen, genießen in jedem Fall einen Versicherungsschutz in Form eines 80 % Beihilfeanspruchs. Sie müssen sich lediglich um die Versicherung der restlichen 20 % kümmern. Diese Konstellation gilt nur solange Kindergeldanspruch besteht und erlischt mit dem 25. Lebensjahr, bei der eine vollständige Absicherung erforderlich wird.

Studium mit über 30 Jahren / über 14. Fachsemester

Wer sich mit 30 Jahren immer noch in einem Studium oder sich aufgrund eines Versinkens im 14. Fachsemester befindet, kann sich ohnehin schon nicht auf den Studententarif der gesetzlichen Krankenversicherung verlassen. Dabei kann ein privater Krankenversicherungstarif wesentlich günstiger ausfallen als der gesetzliche. Jedoch ist auch diese Entscheidung an die Dauer des gesamten Studiums gebunden.

Wunsch nach mehr Leistung

Wer sich von seiner Krankenversicherung mehr Leistungen verspricht als er bei der vormaligen erhalten hat, der ist bei der privaten Krankenversicherung gut aufgehoben. Denn mit ihr kommt der Student in den Genuss von freier Arztwahl, Zuzahlungsbefreiung hinsichtlich der Heil- und Hilfsmittel und bevorzugter Behandlung bei Krankenhausaufenthalten, durch die Inanspruchnahme eines Einbett- oder Zweibettzimmer sowie Chefarztuntersuchungen.

Fazit

Mit dem Eintritt des 25. Lebensjahres sollte man sich keine Sorgen machen, wie es um den eigenen Versicherungsschutz bestimmt ist. Bei der Entscheidung ob gesetzlich oder privat, ist es zu empfehlen sich vorerst Gedanken um den Versicherungsbedarf zu machen, den man, mit Abschluss der Versicherung, beabsichtigt in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus sei abzuwägen, ob ein Wechsel von gesetzlich zu privat wirklich notwendig ist. Denn hat man sich einmal für den Eintritt in die private Krankenversicherung entschieden, kann dieser Entschluss nicht mehr ruckgängig gemacht werden und man ist bis zum Ende des Studiums daran gebunden.

Über den Autor

Afra

Afra ist seit geraumer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig. Ihr Erfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen von Unternehmen und Ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften helfen ihr bei der Einschätzung von Fragen zu Karriere und Bewerbung.

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