Beruf Lifestyle

Manieren im Büro #3

Manieren auf Firmenfeier
verfasst von Bernadette

Firmenfeiern, bzw. Betriebsfeiern – kaum eine Gelegenheit bietet so viele Möglichkeiten für Fehltritte, die ein Leben lang bereut werden können. Aus diesem Grund konnten wir es uns nicht nehmen lassen, euch mit diesem letzten Beitrag der Reihe Manieren im Büro vor Fauxpas zu bewahren.

Firmenfeiern sind ein wunderbarer Anlass, um den Kontakt der Mitarbeiter untereinander zu fördern, die Kollegen anderer Abteilungen kennenzulernen und den Chef einmal nicht nur als den „Vorgesetzten“ zu erleben.
Und einmal die Hand aufs Herz: Würde nicht etwas fehlen, wenn es keine Weihnachtsfeier gäbe? Oder wenn im Unternehmen kein Kuchen mehr zu besonderen Anlässen von Kollegen spendiert werden dürfte?

Die Schönheit von Manieren

© Karriere Guru

Aus Spaß wird jedoch gerne bitterer Ernst, sobald der Morgen danach droht. Eine Statistik von Statista.com verdeutlicht, dass 4% der Arbeitnehmer Firmenfeiern extrem bereut haben, da sie aufgrund ihres Verhaltens dort entlassen wurden.

Die weiteren Zahlen sehen wie folgt aus:

  • 63% geben an, dass sie bis heute nichts bereuen würden, was dort vorgefallen ist. Jedoch stellt sich bei dieser Zahl die Frage, ob das Benehmen so vorbildlich, oder die persönliche Schmerzgrenze so hoch ist?
  • 14% zeigten kaum Reue, genierten sich jedoch ein paar Tage nach dem Event.
  • Weitere 14% zeigen nur bedingt Reue, da ihr schlechtes Benehmen auf der Firmenfeier keine weiteren negativen Auswirkungen gehabt hat.
  • 5 % bereuen ihre Event-Aktionen noch immer, da sie nachhaltig ihrer Karriere sowie ihrer Reputation geschadet haben.

Fangen wir jedoch erst einmal klein an, mit den internen Firmenfeiern:

Folgende Anlässe bieten immer eine prima Möglichkeit, um mit den Mitarbeitern, bzw. mit den Kollegen, in der Mittagspause eine Stulle oder ein Stück Kuchen zu teilen:
Geburtstag, Eltern geworden, Verabschiedung, Hochzeit, Einstieg in das Unternehmen, Jubiläum … und eigentlich ließen sich noch viele weitere Anlässe feiern.

Natürlich wird nicht alles in jedem Unternehmen kurz zelebriert und in jedem Fall sollte zuvor mit dem Vorgesetzten darüber gesprochen werden. Insofern ein extra Raum (bspw. weil die Küche nicht genug Platz bietet) dazu benötigt wird, muss das ebenfalls zuvor abgesprochen werden.

Um jeden Mitarbeiter zu informieren, der daran teilhaben soll, bietet sich eine Rundmail an, mit der Bitte, sich für die Planung mit einer Zu- oder Absage kurz zurückzumelden. So kann die benötigte Location so strukturiert werden, dass bei Bedarf genug Stühle sowie genug Platz für jeden zur Verfügung stehen.

Übrigens sollte danach das Aufräumen der Feierlokalität nicht vergessen werden!!

Apropos Teilnehmer:

Bei solchen kleineren Events kann bereits bei der Auswahl der Teilnehmer einiges schief laufen und dadurch die Stimmung ins Negative kippen. Beispielsweise sollte bei einer Feier in dem Unternehmen die komplette Abteilung, das komplette Team oder komplette Büro davon in Kenntnis gesetzt werden. Ansonsten führen die Ausgrenzungen lediglich zu einer unnötigen Gerüchteküche, die das betriebsinterne Arbeitsklima gefährden. Von einer solchen Betriebsfeier hätte kein Mitarbeiter etwas.

Für den Fall, dass nur ein bestimmter Personenkreis erwünscht ist:

Die Feierlichkeiten sollten in einem derartigen Fall definitiv außerhalb der Arbeitszeit stattfinden. D. h., dass entweder nach der Arbeit, oder am Wochenende, mit dem ausgewählten Kreis in eine Bar, ein Restaurant oder ähnliches gegangen wird. Es gilt dabei zu bedenken: Vielleicht ist es der ein oder anderen Person egal, ob sie zu einer „Clique“ gehört – andere jedoch fühlen sich ausgegrenzt und das schadet der Atmosphäre im Büro.

Prösterchen: Mit Alkohol in der Mittagszeit anstoßen?

Bloß nicht! Ein feierlicher Anlass lädt natürlich dazu ein, mal mit einem Glas Sekt o. ä. anzustoßen. Der Arbeitgeber sieht es aber gar nicht gerne, wenn die Arbeitnehmer bereits in der Mittagspause „einen Heben“. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Alkohol benebelt die Sinne, sodass Arbeitskraft bereits nach einem Glas verloren geht. Aus diesem Grund sollte dafür lieber eine Zeit gewählt werden, die kurz vor dem Feierabend liegt.

Größere Betriebsfeiern: Unverhofft kommt da oft der böse Fehltritt!

Die größte Frage, die sich sowohl Frauen als auch Männer bei einem größeren Event stellen, ist: Was ziehe ich bloß an?

Hierbei kommt es auf folgende Aspekte an:

  • Was ist es für eine Feier? Ist es ein repräsentatives Event für die Firma?
  • Welchen Eindruck möchte ich gegenüber Kollegen und (im Fall eines repräsentativen Events) bei Kunden hinterlassen?

In jedem Fall gilt, dass der eigenen Linie, in angemessener Art und Weise, treu geblieben werden sollte. Beispielsweise sollten die „grauen Mäuse“ des Büroalltags nicht plötzlich in auffälligen Outfits, knalligen Farben und/oder aufreizenden Outfits erscheinen. Das sorgt im Endeffekt nur für Bürotratsch!

Ganz abgesehen von dem Outfit, gibt es aber noch andere, wesentliche Punkte:

Streitereien und Differenzen unter den Kollegen sollten bei Feierlichkeiten jeglicher Art kurz vergessen werden. Das gilt für den Small Talk, jegliche Showeinlagen (damit sind überdies auch kleine Spitzen und Anspielungen gemeint) und etwaige Aufreger, die sich an einem Buffet ergeben können.

Da der Small Talk bereits erwähnt wurde:

Kleine Kollegen-, beziehungsweise Teamgrüppchen sind rasch bei so einem Anlass gebildet. Doch worüber wird bei so einem Anlass am besten geredet? Small Talk! Keine tief sitzenden und vor allem keine zu privaten Details sollten angesprochen werden. Bevor die Gerüchteküche diesbezüglich am nächsten Tag brodelt, werden diese Thematiken lieber ins Private verschoben.

Damit diese Angelegenheiten nicht urplötzlich zu wichtig werden, sollte vor allem nicht zu tief ins Glas geschaut werden! Das führt zu mehr als unangenehmen (oder mit dem Chef zu viel zu ehrlichen) Gesprächen, viel zu unangemessenen Auftritten und bringt folglich mehr Schaden als Nutzen an.
Letzteres bezieht sich vor allem auf spontane körperliche Liebesbekundungen zwischen Kollegen. Möge hierbei bitte nur einmal der folgende Morgen bedacht werden – das kann mehr als unangenehm für beide Beteiligten werden.

Zu dem Morgen danach ist überdies noch Folgendes zu sagen:

Informier dich hier über Manieren im Büro

© Reimer – Pixelvario

Wer feiert, der kann auch arbeiten! Deshalb gilt es, einen Ausfalltag (es sei denn, der Tag wäre eh frei) zu vermeiden. Das schützt vor bösen Zungen und schindet Eindruck bei den Vorgesetzten.

Damit schließt unsere Reihe zu Manieren im Büro!

Wir hoffen, dass ihr euch so vor gröberen Schnitzern retten könnt, und wünschen viel Spaß bei den nächsten Firmenfeiern!

Alle weiteren Artikel zu Manieren im Büro sind:
Manieren – besser mit, als ohne
Manieren im Büro #1
Manieren im Büro #2

Über den Autor

Bernadette

Seit über zwei Jahren ergänzt Bernadette das Team der webschmiede GmbH im Bereich Online-Marketing. Dabei informiert sie sich über alle Neuigkeiten rund um das Thema Karriere und Bewerbung. Mittlerweile übernimmt sie nicht nur die redaktionelle Leitung unserer Blogs sowie die Kooperationsleitung. Sie kümmert sich ebenfalls um unsere Marketing-Neuzugänge und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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