Peinlichkeiten im Büro

Scheinwerfer der auf die Bühne strahlt
verfasst von Ben

Wenn der Fettnapf zur Fritteuse wird

Peinlich peinlich, da kommt der Vorstand um die Ecke und die Hände tropfen vor Schweiß! Das wirkt eher weniger souverän beim begrüßenden Händeschütteln. In solchen Momenten wird das Büro zum Pausenhof und wir fühlen uns wieder wie ein unbeliebter, schüchterner Teenie, den die Welt anstarrt – zur Salzsäule erstarrt.

Scheinwerfer der auf die Bühne strahlt

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Um Peinlichkeiten zu entgehen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Zum einen mit einer Engelsgeduld die Schmach über sich ergehen lassen und einfach hoffen, dass es besser wird. Zum anderen gibt es das altbekannte „Drüberstehen“, oder wie es neumodern heißt „Hinfallen, Krönchen richten und weitermachen!“. Welche Variante du wählst hängt davon ab, ob du einen schüchternen oder selbstbewussten Eindruck hinterlassen willst.

Businessfrau

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Wenn du zum Beispiel im Büroflur über deine eigenen Beine stolperst und vor versammelter Mannschaft hinfällst, zeigt ein lockerer Spruch à la „Mist, den Fallrückzieher muss ich noch mal üben!“ das du über dich selbst lachen kannst. Eine andere Möglichkeit ist, einfach aufzustehen und weiterzugehen, als wäre nichts gewesen. Weniger Souveranität beweist du, wenn du dich hilflos umguckst und darauf wartest, dass sich die Erde aufreißt, um dich im Boden versinken zu lassen. Denn ganz ehrlich: Das passiert nie in den richtigen Momenten, da kannst du warten so viel du willst.

Nobody’s perfect

Deswegen können sich im Arbeitsalltag schnell kleine und größere Peinlichkeiten einschleichen. Damit du weißt, was dir in deiner Karriere potenziell passieren kann, haben wir hier die größten Peinlichkeiten aufgelistet. So bist du auf alles gefasst!

… der gewünschte Gesprächspartner ist derzeit geistig nicht erreichbar …

Ok Papa, mach ich!

  • Welch ungeahntes, familiäres Verhältnis zeigt sich denn da?! Vollkommen in Gedanken und dann quatscht da wieder irgendeiner rein. Aus Teenie-Zeiten weißt du, dass das nur dein Vater sein kann. Nur leider steht der gerade nicht bei dir am Schreibtisch. Den Chef falsch anzusprechen sollte nicht passieren, gehört aber zur Kategorie „einfach mitlachen!“

„Kein Problem, übernehm‘ ich“

  • … und plötzlich wird dir klar, dass du die Aufmerksamkeitsspanne eines Hundes hast, sobald irgendwo mit Essen gewerkelt wird – nämlich gar keine. Was hast du da gerade so gutmütig zugesagt? Gerade am frühen Morgen oder an einem stressigen Tag kann genau das schon einmal vorkommen. Keine Panik, Nachfragen ist erlaubt.

Tschüss Schatz, ich lieb dich auch!

  • Du gehst aber vertraut mit den Firmenkunden um! Vielleicht solltest du einfach nicht so viele private Gespräche am Arbeitsplatz führen, um diesen Fauxpas zu vermeiden. Nun, so lange du bei den Telefonaten nicht ausfallend wirst, ist auch das noch im „peinlich, aber menschlich.“ – Bereich.

Böse E-Mail Pannen!

Romantische Nachrichten an den Chef

Wenn die Läster-Mail plötzlich an alle Kollegen versendet wird …

  • Und der Award für das gößte Lästermaul geht aaaaan – Trommelwirbel – dich! Herzlichen Glückwunsch, aus der Nummer kommst du nicht mehr so schnell raus. Wenn du dich über Kollegen mit anderen austauschen möchtest, dann mache das besser persönlich. Was noch besser ist: Wenn dich etwas an einer Person so stört, dass du darüber reden musst, dann bespreche es mit der entsprechenden Person und nicht mit jemand anderem!

Wenn ein Duftbaum nicht mehr ausreicht …

„Guten Morgen! Oh, gestern wohl noch beim Spanier Aioli geordert?“

  • Wenn nicht deine Ausstrahlung, sondern dein Mundgeruch den Kollegen morgens als Erstes entgegen kommt, wird es höchste Zeit für eine große Bonbon-Packung, um den Tag zu überstehen. Kleiner Tipp: Wer unter der Woche nicht auf Knoblauch verzichten möchte, kann mit einfachen Tricks der Fahne am kommenden Tag entgegenwirken. Schau einfach mal hier.

„Darfst du überhaupt schon wieder Auto fahren?!“

  • Ein dezenter Hinweis darauf, dass die Party gestern wohl doch zu exzessiv gewesen ist. Solltest du zu den Personen gehören, die schnell eine langanhaltende Alkoholfahne bekommen, kann auch das beste Mundwasser versagen. Probier es einfach einmal ohne Alkohol unter der Woche.

Wenn das T-Shirt im Sommer auf einmal eine ganz spannende Batik-Optik bekommt …

  • … ist es ein klares Zeichen dafür, dass dein Deo versagt, oder du zu einer stärkeren Schweißbildung neigst. Prinzipiell ist das nur natürlich, kann aber unangenehm werden und vor allem übel riechen, wenn der Schweiß trocknet. Also: Ersatzkleidung einpacken und ein Not-Deodorant griffbereit halten. So kannst du dich schnell frischmachen!

Weitere Best-ofs der Peinlichkeiten

„What’s in your head? In your head! ZOOOOMBIEEE! ZOOOOMBIEEE!”

  • …oh, war das jetzt laut? Musik wird immer beliebter bei der Arbeit, gerade in Großraumbüros. Mitsingen ist dann nicht nur peinlich, sondern stört die Konzentration. Die Ausnahme: Du arbeitest als Karaoke – Sängerin. Entschuldige dich einfach und versuche beim nächsten Mal deine Energie vielleicht eher bei einem Büro-Workout loszuwerden.

Alkohol du böser Geist, der du mir mein aufgesetztes Verhalten vergeigst…

  • Wenn das graue Mäuschen plötzlich zu Fräulein Puderluder oder Herr Stylomylo wird und der inneren Partysau Ausgang gewährt, hat meistens Gevatter Alkohol seine Hände im Spiel. Der nächste Morgen wird schnell zum Walk of Shame und deine Kollegen fragen sich, wen sie da eigentlich vor sich sitzen haben. Also sei einfach von Anfang an ehrlich und verstell dich nicht für die Arbeit oder deine Kollegen!

Flitzer-Blitzer!

  • Gerade im Frühjahr und Herbst greifen wir schnell zum Zwiebel-Look, da keiner so genau weiß, wie kalt oder warm es wirklich wird. So kann man schnell mal die ein oder anderen Lage ausziehen. Doof nur, wenn du nicht nur ein Oberteil, sondern gleich alle erwischt und vor den Kollegen blank ziehst. Daher unser kleiner Tipp: Verschwinde dazu mal eben in eine Toilettenkabine. Dort sollte selbst dein Blank-ziehen unbeobachtet bleiben.
© pathdoc_Fotolia

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Es gibt natürlich noch viel mehr Peinlichkeiten im Arbeitsleben: Den Chef in der Sauna sehen („Wie soll ich mich bei der ganzen Nacktheit verstecken?“), den Geburtstag der Kollegen vergessen („Ach, daher der Kuchen in der Kaffeeküche!“), ein offener Hosenstall („Na, braucht der Tiger wieder Frischluft?“) und, und, und. Da musst du eben durch, so wie jeder andere auch. Mach einfach das beste aus der Situation und ärger dich nicht!