Bewerbung

Praktikum: 5 Tipps fürs Vorstellungsgespräch

Mann mit schickem Anzug, weißem Hemd und Krawatte
verfasst von Afra
© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Das Vorstellungsgespräch ist noch kein Garant für das Praktikum und es gibt so einiges zu beachten, damit der Traum vom Praktikum in Erfüllung geht.

Ist die Bewerbung erst einmal geschrieben und abgeschickt, hat man die erste große Hürde bereits überwunden. Doch die darauf folgende Einladung zum Vorstellungsgespräch gibt sowohl Grund zur Freude als auch zu wackligen Knien. Was sage ich am besten? Was sollte ich auf gar keinen Fall erwähnen? Was fragt mich der Personaler? Worauf muss ich mich vorbereiten? Welche Kleidung ist angemessen? Diese Fragen gilt es alle im Voraus zu beantworten, um ein reibungsloses Vorstellungsgespräch zu gewährleisten.

Im Folgenden verraten wir dir hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch.

Tipp 1: der gelungene Gesprächseinstieg

Am Anfang des Bewerbungsgesprächs erzählt meist der Personaler zunächst etwas zu seiner Person und seiner Position im Unternehmen. Er fragt den Bewerber, wie die Anfahrt war und ob er etwas trinken möchte. Dieser lockere Smalltalk dient als Eisbrecher. Der Bewerber soll seine Nervosität ablegen und sich wohlfühlen. Auch hier achtet der Personaler schon darauf, ob du nervös oder distanziert wirkst. Atme also tief durch und konzentriere dich intensiv auf das Gespräch selbst und nicht so sehr darauf, mit wem du gerade sprichst. Dadurch kommst du aus deiner Unsicherheit heraus und gehst entspannter an die Sache heran.

Tipp 2: den eigenen Lebenslauf in Szene setzen

Im Bewerbungsgespräch fragt dich der Personaler zu deiner Person aus und lässt dich viel zu deinem Lebenslauf erzählen. Den hat er natürlich vorher schon gelesen. Es geht jedoch darum, das Warum zu beantworten. In deinem Lebenslauf steht, was du alles gemacht hast. Nun gilt es aber, deine Schritte plausibel und gut nachvollziehbar zu begründen. Wenn du zum Beispiel dein erstes Studium abgebrochen oder einen ähnlichen beruflichen Umweg gemacht hast, kommt es maßgeblich darauf an, warum du diesen Schritt getan hast. Wenn du dem Personaler überzeugend vermitteln kannst, dass du an dieser Herausforderung menschlich gewachsen bist und du beispielsweise gelernt hast, mit Rückschlägen umzugehen und zu akzeptieren, dass es nicht immer so läuft, wie geplant, kann sich dieses vermeintliche Manko durchaus zum Pluspunkt umkehren.

Außerdem achtet der Personaler darauf, wie strukturiert du erzählst. Wenn du dich für ein Praktikum bewirbst, in dem es maßgeblich darauf ankommt, dass du gut planen und strukturieren kannst, solltest du besonders auf diesen Punkt achten. Fang also ganz von vorne an und nicht bei deiner Bachelorarbeit.

Tipp 3: authentische Selbstdarstellung

Natürlich willst du beim Bewerbungsgespräch einen positiven Eindruck hinterlassen. Doch Gefallen um jeden Preis ist hier nicht die richtige Strategie. Wenn du nicht ehrlich bist und dem Personaler bedingungslos nach dem Mund redest, merkt er das. Dadurch bekommt er den Eindruck, dass du rückratlos bist und alles mit dir machen lässt. Viel positiver ist es, wenn du authentisch wirkst und im Zweifelsfall bereit bist, mit Argumenten für deine eigene Meinung einzustehen.

Es kann auch sein, dass du gefragt wirst, an welchen Situationen in deinem Leben du besonders gewachsen bist. Hierbei haben viele Bewerber Hemmungen und Angst, Schwächen preiszugeben. Dabei geht es genau darum: zu testen, wie offen und reflektiert der Bewerber ist.

Tipp 4: Unternehmensphilosophie kennen

Neben dem Persönlichen interessiert das Unternehmen natürlich auch dein Fachwissen. Der Personaler will wissen, wie du den Betrieb verstehst und testet, ob das mit der Firmenphilosophie übereinstimmt. Also gilt es auch hier, sich im Voraus umfassend zu informieren. Zum Beispiel auf der Firmenhomepage oder auf speziellen Websites, auf denen ehemalige Praktikanten von ihren Erfahrungen berichten.

Tipp 5: angemessene Kleidung

Gerade bei Praktikanten kommt es häufig vor, dass sie in unangebrachter Freizeitkleidung zum Vorstellungsgespräch erscheinen. So ist es keine Seltenheit, dass Bewerber die Personaler mit dem Tragen von Flip-Flops oder dergleichen schockieren. Achte also darauf, dass deine Kleidung dem Tätigkeitsfeld des angestrebten Praktikums entspricht. Wenn du dein Praktikum in einer Bank absolvieren möchtest, solltest du unbedingt im Anzug erscheinen. Wenn du allerdings ein Praktikum bei einem studentischen Startup anstrebst, reicht vermutlich eine saubere Jeans und ein schlichtes Oberteil.

Weitere Tipps speziell für das Vorstellungsgespräch für ein Praktikum kannst du auf dieser zusammenfassenden Infografik einsehen.

Nimm dir die Tipps zu Herzen – stell dich also auf die Situation ein und verhalte dich dementsprechend. Wenn du dann auch noch mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und Optimismus an die Sache herangehst, dann ist dir dein Traumpraktikum schon so gut wie sicher!

Weitere Tipps für das perfekte Vorstellungsgespräch (nicht nur für das Praktikum) findest du hier:
Das perfekte Vorstellungsgespräch I – Die Körpersprache
Das perfekte Vorstellungsgespräch II – Die Angst
Das perfekte Vorstellungsgespräch III – Sympathisch sein

Über den Autor

Afra

Afra ist seit geraumer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig. Ihr Erfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen von Unternehmen und Ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften helfen ihr bei der Einschätzung von Fragen zu Karriere und Bewerbung.

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