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Studentischer Freelancer – Warum freiberufliche Arbeit neben dem Studium Gold wert ist

Student am PC - Arbeit als studentischer Freelancer
verfasst von Gastautor

Du suchst nach einem netten Nebenjob zum Studium? Natürlich kannst du als Kellner/-in arbeiten oder im Drogerie-Markt um die Ecke Regale auffüllen. Doch es gibt noch einen anderen Weg, sich neben dem Studium beruflich zu betätigen – und der ist sogar doppelt gut.

Wer nämlich als studentischer Freelancer arbeitet, verdient nicht nur etwas Geld dazu, sondern sammelt insbesondere wertvolle Praxiserfahrung und kann seine Studieninhalte direkt eigenständig vertiefen.

Ganz zu schweigen von dem Vorteil, dass aus der Tätigkeit langfristig ein richtiges Unternehmen werden kann, das die hauptberufliche Selbstständigkeit sichert und damit den Traum vieler ermöglicht. Die Frage ist nur, wie man zu genau diesem Punkt kommt.

Schwer sind andere Sachen. Melde deine freiberufliche Tätigkeit einfach an und lege los.

Um als studentischer Freelancer arbeiten zu dürfen, ist in Deutschland lediglich die Anmeldung der Tätigkeit beim Finanzamt vorgesehen. Das hängt damit zusammen, dass Freiberufler einen Sonderstatus haben und so von einer sehr einfachen Tätigkeitsaufnahme, sowie Steuervergünstigungen und buchhalterischen Vorteilen profitieren.

Zusammengefasst fällt bei Freiberuflern die Gewerbesteuer weg und es reicht, anstelle umfangreicher Bilanzen und Dokumente eine einfache Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit der Steuererklärung einmal jährlich beim Finanzamt einzureichen. Die simple GuV-Rechnung kann aber auch als Gewerbetreibender angewandt werden, solange es sich nicht um eine GmbH, UG oder AG handelt. Bleibt der jährliche Umsatz außerdem unter 17.500 Euro, darf die Kleinunternehmerregelung beansprucht werden, die dich von der Mehrwertsteuer befreit.

Sofern du zum Kreis der Freiberufler gehörst – das ist insbesondere bei kreativen Tätigkeiten wie von Grafikern, Textern und Designern der Fall – kannst du beim Finanzamt einen Erfassungsbogen beantragen, der ausgefüllt und wieder zurückgeschickt wird. Daraufhin erhältst du eine Steuernummer und darfst fortan mit der freiberuflichen Arbeit beginnen. Bist du dir unsicher, kannst du beim Finanzamt ganz einfach anrufen und dich informieren.

Herrlich, ich bin Freiberufler. Aber was ist mit Aufträgen?

Damit die Arbeit als studentischer Freiberufler beginnen und wertvolle Praxiserfahrung an realen und eigenständigen Projekten gewonnen werden kann, braucht es Aufträge.

In der Anfangszeit kann das eine etwas schwierigere Hürde sein, da du dich zunächst um Akquise und Neukundenmanagement kümmern musst. Auf den ein oder anderen mag das wie eine lästige Arbeit wirken, weil sie zeitintensiv ist. Aber es ist eben auch ziemlich spannend, sich zum ersten Mal frei am Markt zu bewegen.

Erleichtert wird die Kunden- und Projektsuche übrigens durch spezielle Portale im Netz, die sich zum Ziel machen, Auftraggeber und Freiberufler wie dich auf einfachem Wege und auf direkte Nachfrage hin zusammenzubringen. Eins dieser Portale ist zum Beispiel Freelance Junior aus Hamburg.

Nach der kostenlosen Anmeldung kannst du aus einem umfangreichen Pool an offenen Projekten wählen und dich bewerben. Für jeden ist etwas dabei: Aufträge zum Schreiben von Webseitentexten, zum Aufsetzen eines Online-Shop-Designs oder zum Erstellen von Visitenkarten oder Programmierungen, sowie vieles mehr.

Mithilfe der Portale, von denen es inzwischen dutzende gibt, bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite und nicht im Dschungel aus potenziellen Projekten verloren. Setzt du nun sympathische Bewerbungen auf und kalkulierst gute, wirtschaftliche Preise, kannst du es in recht kurzer Zeit schaffen, einen Kundenstamm aufzubauen.

Preise gestalten. Kunden binden. Erfahrung sammeln.

Die guten, wirtschaftlichen Preise sind noch einmal eine Sache für sich. Gerade im Bereich der Texter gibt es unheimliche Unterschiede zwischen studentischen Freelancern, die für arg geringe Wortpreise arbeiten und anderen Dienstleistern, die teils das Vierfache oder mehr verlangen.

Für deine Preise gilt, dass du ein gesundes Mittel finden musst, das deinem Talent, Zeitaufwand und deiner Arbeit entspricht und weder billig und noch zu teuer wirkt. Mit diesem Mittel ist es möglich, Auftraggeber zu finden, die eine freiberufliche Dienstleistung tatsächlich schätzen und ihrerseits für eine angenehme Zusammenarbeit sorgen.

Im unteren Preisbereich sind meist andere Leute unterwegs, den oberen Bereich gilt es jedoch erst noch zu erklimmen. Wir empfehlen dir, immer einen guten Stundensatz auszuhandeln oder auf dessen Grundlage faire Pauschalhonorare.

Lieferst du dann die gewünschte Qualität, lässt dir Feedback geben und hältst dich an die kundenspezifischen Vorgaben, wird es möglich sein, die Kunden langfristig zu binden und persönlicher Spezialist zu werden.

Die Praxiserfahrung als studentischer Freelancer kommt automatisch ganz nebenbei. Von Projekt zu Projekt wirst du besser und kannst mit der Professionalität eine ganze Menge anfangen.

Fazit

Ob du am Ende einen Hauptberuf daraus machst und zum Experten aufsteigst, oder eine Freelancer-Tätigkeit tatsächlich nur zur Studienfinanzierung heran ziehst und danach in ein Angestelltenverhältnis wechselst: Du wirst richtig gute Chancen haben.

Denn gerade mehrjährige freiberuflich-selbstständige Erfahrungen sind auf dem Markt absolut Gold wert und sorgen immer für das kleine „Wow“ in deinem Lebenslauf!

 

Dieser Gastartikel wurde von Eike Kewitz verfasst.

Eike Kewitz ist seit Mitte 2016 als Texter & Redakteur für die Online-Plattform Freelance Junior tätig und hat sich eine klare Mission aufs Segel geschrieben: „Inhalte mit Tiefgang“ zu erschaffen.

Über den Autor

Gastautor

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