Studium

Start ins Studium – 10 Tipps für angehende Studenten

verfasst von Lena

Das Abitur ist geschafft, die Schule endlich vorbei, jetzt beginnt ein neues Kapitel: das Studium. Endlich ausziehen, die Freiheit genießen und das machen, was dich wirklich interessiert. Damit deine Studentenzeit auch genauso verläuft, wie du sie dir vorstellst, findest du hier 10 nützliche Tipps, die dir den Studienbeginn erleichtern werden.

Tipp #1: die Uni nicht vergessen

Im Studium besteht in den wenigsten Kursen Anwesenheitspficht. Die meisten Präsentationen und Skripte werden online gestellt und so hat man schnell das Gefühl, auch einfach zu Hause bleiben und sich die Folien bequem von der Couch aus anschauen zu können.

Allerdings solltest du dich nicht täuschen lassen. Gerade in Seminaren merken sich die Dozenten durchaus die Gesichter, die in ihren Veranstaltungen sitzen – oder eben nicht. Dabei ist es manchen ganz und gar nicht egal, ob man jede Woche, jede dritte Woche oder eben nur zu Beginn und Ende der Vorlesungszeit den
Raum besucht. Einige Dozenten zögern in solchen Fällen nicht und lassen dich nicht zu den Prüfungen zu, weil sie der Meinung sind, dass du die angesetzte Stundenzahl für die Credit Points nicht erbringst.

Natürlich spricht nichts dagegen, hin und wieder eine Veranstaltung ausfallen zu lassen. Schließlich sind diese Selbstständigkeit und Freiheit genau das, was das Studium so attraktiv macht. Doch man sollte sich immer bewusst sein, dass am Ende des Semesters die Prüfungen anstehen, von denen man plötzlich völlig überrascht wird, wenn man das ganze Semester über nichts gemacht hat. Dann muss man plötzlich innerhalb von 4 Wochen den Stoff von 3 Monaten wiederholen – und das gleich für mehrere Veranstaltungen. Daher am besten auch während des Semesters ab und zu in die Unterlagen schauen.

Tipp #2: möglichst wenige Prüfungen schieben

Grundsätzlich kann man Prüfungen auch schieben. Das heißt, man meldet sich für die Klausur gar nicht erst an oder rechtzeitig wieder ab und schreibt diese in einem späteren Semester. Da allerdings in einem Studium die Semester meistens aufeinander aufbauen, sollte das keine Dauerlösung sein. Daher sollte man rechtzeitig mit dem Lernen anfangen. Andernfalls lässt die Motivation immer weiter nach und du wirst nie mit dem Studium fertig oder musst im letzten Semester noch die Matheklausuren aus dem ersten nachschreiben.

Tipp #3: das Studium nicht erzwingen

Es ist normal, dass du dich manchmal fragst: „Wofür brauche ich das überhaupt?“ In jedem Studium gibt es Veranstaltungen, deren Nutzen oberflächlich betrachtet zumindest fragwürdig erscheint. Wenn du aber feststellst, dass du an keiner einzigen Veranstaltung Spaß hast und dir absolut nicht vorstellen kannst, was du später mal mit diesem Studium machen willst, solltest du über einen Fachwechsel nachdenken. Es ist besser das Studium abzubrechen und sich neu zu orientieren, als sich durch ein Studium zu einem Bachelor zu quälen, mit dem man am Ende nichts anfangen kann.

Tipp #4: den Spaß nicht vergessen

Trotz des ganzen Stresses solltest du nicht vergessen, dein Studentendasein zu genießen. Es ist vermutlich die vorerst letzte Zeit in deinem Leben, in der du alle Freiheiten genießen kannst, bevor der Ernst des Berufslebens anfängt. In der du auch mal mittwochs feiern gehen kannst, weil die Vorlesung am Donnerstag erst am Nachmittag stattfindet oder spontan auf dem Campus den Grill auspacken kannst. Verlasse daher hin und wieder mal deinen Schreibtisch und genieße das Studentenleben!

Tipp #5: Freizeitangebote deiner Uni nutzen

Hochschulen bieten viele tolle Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung an. Egal ob Sportkurse, Sprachkurse, Campusradio oder -zeitung, wenn du dir ein bisschen Zeit nimmst und dir die Angebote anschaust, findest du viele interessante und vor allem auch günstige Möglichkeiten, um Leute kennenzulernen und dich zu beschäftigen. Wenn du dich an deiner Uni engagieren willst, ist vielleicht ja das Studierendenparlament oder der Asta etwas für dich. Das kommt
auch gut im Lebenslauf.

Tipp #6: Facebook-Gruppen beitreten

Für die Organisation des Studiums bietet Facebook die perfekte Plattform. Beinahe an jeder Uni bilden sich Facebook-Gruppen der „Erstis“ oder studiengangsspezifische Gruppen, in denen nützliche Infos ausgetauscht und Fragen beantwortet werden. Hier erfährst du meist als erstes, wann das Campusfest stattfindet, wo die Fachschaftsparty steigt oder ob für einen Kurs Hausaufgaben zu erledigen sind. Außerdem werden hier häufig Möbel, Bücher und andere praktische Dinge günstig angeboten.

Tipp #7: nicht um Hausarbeiten herum drücken

Bei den meisten Studenten sind Klausuren wesentlich beliebter als Hausarbeiten. Das liegt daran, dass bei Klausuren genau vorgegeben ist, was zu lernen ist. Man muss sich zwar vielleicht einen Monat lang hinsetzen und lernen, aber dann ist die Klausur nach 2 Stunden vorbei und man kann seine Ergebnisse direkt mit den Kommilitonen vergleichen.

Bei Hausarbeiten hingegen muss man das Erlernte anwenden und eigenständig weiterdenken. Das bedeutet, sich ein Thema zu überlegen, Literaturrecherche zu betreiben und das Ganze dann auch noch irgendwie wissenschaftlich auszuarbeiten. Und dann muss auch noch auf die richtige Zitierweise geachtet werden, sonst endet die Arbeit als Plagiat im Mülleimer und du musst dir die ganze Arbeit noch mal machen.

Allerdings solltest du bedenken, dass am Ende des Studiums die Bachelorarbeit steht, bei der du all das anwenden musst. Daher ist es besser, vorher ein bisschen Übung im wissenschaftlichen Arbeiten zu bekommen. Häufig unterstützen Dozenten bei der Gliederung und der Suche nach passender Literatur.

Tipp #8: ein Auslandssemester machen

Wenn es mit deinem Studium vereinbar ist, solltest du darüber nachdenken, ein Semester im Ausland zu verbringen. Neben der Sprachfähigkeit fördert ein Auslandssemester auch die Selbstständigkeit und die interkulturelle Kompetenz. Es macht sich nicht nur gut im Lebenslauf sondern ist auch eine einmalige und einzigartige Erfahrung. Da du dich in den meisten Fällen bereits ein Jahr im Vorfeld für das Erasmusprogramm bewerben musst, solltest du dir rechtzeitig darüber Gedanken machen, ob und wo du ein Semester im Ausland verbringen möchtest.

Tipp #9: ein Praktikum machen

Praxiserfahrung ist gerade für Studenten an Universitäten sehr wichtig, da ein Studium dort normalerweise sehr theorielastig ist. Praktika helfen dabei, festzustellen, ob der angestrebte Studienabschluss der Richtige für dich ist. Du kannst dir entweder überlegen, ein Urlaubssemester einzulegen und gleich ein 6 monatiges Praktikum zu machen, oder aber ob du lieber in den Semesterferien ein bisschen ins Arbeitsleben schnuppern willst. Insgesamt machen sich Praktika aber auch immer sehr gut im Lebenslauf, daher solltest du diese Erfahrung unbedingt mitnehmen, falls du nicht ohnehin ein Pflichtpraktikum in deinem Studiengang machen musst.

Tipp #10: immer genug Nudeln im Haus haben

Nudeln sind das Grundnahrungsmittel eines jeden Studenten, der einen Kochtopf schwingen kann. Zum Glück kann man sie lange aufbewahren und günstig sind sie auch. Also denke daran, immer eine volle Packung und ein  Glas Pesto oder Tomatensauce (zur Not tut es auch Ketchup) im Schrank zu haben, für den Fall, dass du am Samstag den Einkauf vergisst.

Hoffentlich hast du aus diesen Tipps ein paar nützliche Informationen mitgenommen. Wenn du dir jetzt noch vorab eine Checkliste für die erste Woche machst, kann nichts mehr schief gehen. Wir wünschen dir einen erfolgreichen Start ins Studium!

Über den Autor

Lena

2 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

*