Tätigkeit nach dem Schulabschluss – Die Lücke im Lebenslauf

Schulabschluss
verfasst von Ben
Schülerin überlegt vor Tafel

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„Was machst du nach deinem Schulabschluss?“. Diesen Satz hören Jugendliche wahrscheinlich jeden Tag. Meistens gibt es dann auch immer schnell eine Antwort. Aber was genau machen die meisten nach der Schule? Nicht am Nachmittag – sondern wenn der Abschluss in der Tasche steckt?

In jedem Jahr verlassen unzählige junge Menschen die Schule. Die meisten Schüler wissen bereits in der Schule, welchen Beruf sie später ergreifen möchten. So wählen einige die Ausbildung als beruflichen Werdegang, andere das Studium. Doch nicht immer liegen zwischen beiden Bildungswegen nur wenige Monate. Nach der Schule sind die meisten Absolventen vorerst ohne Beschäftigung.

Was macht man in den freien Monaten zwischen Schule und Ausbildung/Studium also am besten? Wie findet man überhaupt die richtige Ausbildung oder das richtige Studium, wenn man noch gar nicht weiß, was man überhaupt lernen möchte? Wir geben dir hier einige Tipps und listen dir einige Möglichkeiten auf, die „Lücke im Lebenslauf“ nach deinem Schulabschluss optimal zu füllen.

Mögliche Tätigkeiten nach der Schule

Keine Frage, die meisten Jugendlichen sind glücklich darüber, endlich den Abschluss in der Tasche zu haben und die freie Zeit zu genießen. Doch wenn die Übergangsphase zu lange dauert oder man noch gar nicht weiß, was man überhaupt machen möchte, so sollte man sich überlegen, einer Tätigkeit nachzugehen. Im Folgenden stellen wir euch einige Möglichkeiten vor.

Praktikum

Ein Praktikum kann nicht schaden“ lautet oft die Devise. Dieser Meinung schließen wir uns zum Teil an. In der Tat sind Praktika sehr beliebt bei Arbeitgebern, da sie meistens bedeuten, dass der Bewerber erste Praxiserfahrung in den jeweiligen Themengebieten hat. Doch wenn der Lebenslauf zahlreiche Praktika aufweist, die keinen roten Faden in der Karriere andeuten oder das Praktikumszeugnis nicht positiv war, so kann ein Praktikum auch schnell das Gegenteil von dem präsentieren, was man eigentlich möchte.

Doch was möchte man? Was erwartet man von einem Praktikum und wieso kann ein Praktikum nach dem Schulabschluss auch wichtig sein? Diese Frage kann man je nach Situation verschieden beantworten. Ein Abiturient, welcher sein Studium anstrebt, wird vielleicht  erste Erfahrungen in dem Studienfach erlangen wollen. Für manche Studiengänge sind auch einschlägige Praktika Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums.

Doch auch für zukünftige Auszubildende kann ein vorheriges Praktikum in der jeweiligen Branche nicht schaden. Viele Arbeitgeber wünschen, dass vor Aufnahme der Berufsausbildung ein mehrwöchiges Praktikum im Unternehmen absolviert wird.

Und nicht zuletzt kann ein Praktikum auch eine große Hilfe bei der Suche nach dem Traumberuf sein. Denn erst, wenn man selbst praktische Tätigkeiten eines Berufes ausgeübt hat, kann man mit Gewissheit sagen, ob diese einem auch gefallen.

Auf jeden Fall macht sich ein auf die Ausbildung oder das Studium zugeschnittenes Praktikum im Lebenslauf positiv bemerkbar.

Nebenjob

Eine weitere Möglichkeit zur Überbrückung der Zeit wäre die Aufnahme eines Nebenjobs. Im Gegensatz zu einem Praktikum ist dieser meist nicht thematisch gleich mit dem gewünschten Karriereziel des Bewerbers. Doch einen individuellen Vorteil gegenüber des Praktikums gibt es hier in Bezug auf den Verdienst.

Während ein Praktikum meistens gering oder gar nicht vergütet wird, hat man die Möglichkeit, in einem Nebenjob etwas mehr Geld zu verdienen. Dies kann für zukünftige Studenten für die Studienfinanzierung von Vorteil sein. In seltenen Fällen kombinieren sich die Vorteile eines Nebenjobs mit denen eines Praktikums durch thematische Übereinstimmung.

Auslandsaufenhalt

Ein Auslandsjahr ist eine sehr häufige Form des Lückenfüllens. Denn wenn man darüber nachdenkt, welche positiven Eigenschaften ein solches mit sich bringt, ist dies völlig nachvollziehbar. Neben den Sprachkenntnissen, die natürlich bei einem Aufenhalt im Ausland gut geschult werden, lernt man neue Kulturen kennen. Auch bei Arbeitgebern sind Auslandserfahrungen sehr beliebt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ins Ausland zu reisen.

So kann man mit „Work & Travel“ durch ein ganzes Land ziehen und auf der Durchreise immer wieder kleinere Aushilfsjobs annehmen. Oder man lebt als Au-pair in ausländischen Familien. In diesen bekommt man eine Unterkunft, Verpflegung und gelegentlich Taschengeld. Als Gegenleistung hilft man in der Familie aus.

Selbstverständlich kann man auch ein Auslandspraktikum absolvieren. Dies vereint die Vorteile eines Praktikums mit denen des Auslandsaufenthalts.

Freiwilliges Soziales Jahr

Eine weitere Möglichkeit ist das Absolvieren eines freiwilligen sozialen Jahrs (FSJ). In diesem Jahr arbeitet man für ein Taschengeld in Höhe von ca. 150 – 250 Euro in einer sozialen Einrichtung. Dieser Freiwilligendienst eignet sich besonders für Menschen, welche eine spätere Berufstätigkeit in dieser Branche anstreben.

Hinweis: Auch der Freiwilligendienst kann im Ausland absolviert werden.

Fazit

Wie du siehst, gibt es sehr viele Tätigkeiten, die du zwischen deinem Schulabschluss und einer Ausbildung oder Studium ausüben kannst. Vielleicht ist ja auch das Richtige für dich dabei!