Studium

„Vielleicht morgen“ – wie du deine Vorsätze im Studium 2016 endlich in die Tat umsetzt

Studienabbruch - Tafel mit der Aufschrift Schluss damit
verfasst von Afra
Tafelbild mit der Aufschrift Schluss damit

©-JiSign – fotalia.com

Prokastination ist dein zweiter Vorname und die Wörtchen „hätte, könnte, wollte“ sind dein ständiger Begleiter? Deine imaginäre To-Do Liste ist wieder einmal unglaublich lang und die Wohnung könnte auch mal wieder eine Grundreinigung vertragen?

Tschüss 2015 und willkommen in 2016, dem Jahr in dem alles anders wird. So zumindest die Theorie. Die Neujahrsvorsätze sind vielfältig: Für den einen ist die Diät der Vorsatz schlechthin, für den anderen endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Für Studenten sind es oftmals Ziele wie endlich die lang aufgeschobene Hausarbeit abgeben. Oder zumindest schon mal mit der Literaturrecherche anzufangen. An genau diesem Punkt beginnt das Problem: „Ach, das mache ich morgen“. Aus morgen wird dann schnell mal die nächste Woche, der nächste Monat oder auch ganz einfach nie.

Damit dir das 2016 nicht mehr passiert und all die guten Vorsätze fürs Studium nicht schon im Januar aufgegeben werden, haben wir in diesem Artikel nützliche Tipps für die vier typischen „Vielleicht morgen“- Themen im Leben eines Studenten zusammengestellt.

Vorsätze fürs Studium – Die Sache mit der Hausarbeit

„Ich habe ja noch Zeit.“ Diesen Satz hört man oft in Verbindung mit Hausarbeiten, die erst am Ende des Semesters fällig sind.Was anfangs wie eine Ewigkeit scheint, endet schnell in einer absoluten Katastrophe: Denn hast du die Hausarbeit erstmal erfolgreich verdrängt oder den Dozenten schon mehr als einmal um eine Fristverlängerung gebeten, schreibst du die Hausarbeit dann in einer Nachtschicht. So passieren schnell Fehler, welche die Note unnötig nach unten drücken. Um das zu vermeiden, ist das richtige Zeitmanagement das A und O.

©Skitter Photo - stocksnap.io

©Skitter Photo – stocksnap.io

Zeitmanagement beginnt bereits am Anfang des Semesters, indem du alle wichtigen Termine und Fristen in deinen Kalender einträgst. So behältst du immer den Überblick und reduzierst das Risiko, von einer Deadline „überrascht“ zu werden um ein Vielfaches. Wenn alle Termine eingetragen sind, beginnt dann die tatsächliche Arbeitsphase mit der Suche nach einem gut passenden Thema, der Literaturrecherche und allem was dazugehört. Durch effizientes Zeitmanagement und die Erstellung eines Plans zur besseren Übersicht kannst du dich trotzdem nicht vor dem wahrscheinlich schwierigsten Teil drücken: dem Anfangen. Hier ein echter Geheimtipp: Tu es einfach. Denn ist der erste Schritt einmal getan und alle weiteren Schritte sind gut geplant, schreibt sich die Hausarbeit fast wie von selbst. So blickst du 2016 fristgerechten Fertigstellungen entgegen.

Das Studium im Ausland

Karte

©Milada Vigerova stocksnap.io

Wer kennt es nicht: Bewundernd, aber auch ein wenig neidisch, schaust du dir Fotos deiner Kommilitonen an. Den Schritt ins Ausland wolltest du eigentlich auch wagen und an schönen Orten macht das Studium doch gleich viel mehr Spaß! Sich dazu aufzuraffen, endlich alle nötigen Informationen einzuholen und den endlos scheinenden Berg an Papierkram abzuarbeiten, kann zu einer großen Herausforderung werden. Vieles will gut überlegt sein: das Zielland, die Bewerbung, Kurse, Wohnungssuche, Finanzierungsmöglichkeiten, ein passender Job sowie andere kleine und große organisatorische Hürden gilt es zu überwinden.

Hier hilft es dir, wenn du dir dein Ziel vor Augen hältst und dich fragst, wofür du das alles machst. Kleiner Tipp von uns: Es ist deine spätere Karriere. Spätestens Gedanken an ein Studium im warmen Süden und die durchaus sonnigen Perspektiven danach, sollten als kleiner Motivationsschub ausreichen.

Das aufgeschobene Praktikum

Ob als freiwillige Orientierungshilfe für die spätere Berufswahl oder einfach als Pflichtbestandteil des Studiums, ein Praktikum schmückt jeden Lebenslauf und legt wertvolle Grundsteine für die weitere Karriere. Trotz des offensichtlichen Nutzens eines Praktikums, wird es oft nur stiefmütterlich behandelt und immer weiter aufgeschoben. Es ist zum einen der zeitliche sowie finanzielle Aufwand für Bewerbungen aber vor allem die Schwierigkeit, das Praktikum oder den Job im Studienalltag unterzubringen, die dich abhalten.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel Teilzeitpraktika und Werkstudentenjobs, welche dir nicht nur die praktische Erfahrung neben dem Studium, sondern darüber hinaus eine interessante Vergütung bieten. Auch hier gilt: Raus aus der Komfortzone und rein in die Praxis!

Die erfolgreiche Prüfungsphase

Jeder kennt sie und die meisten fürchten sie: die Prüfungsphase. Doch das muss nicht sein. Denn wer nur ein paar einfache Tipps beachtet, kann dies ändern und das Ganze wesentlich entspannter angehen. Die heiße Phase beginnt, entgegen vieler Erwartungen, schon ganz am Anfang des Semesters bei der Prüfungsanmeldung. Hier gilt es, sich weder zu über- noch zu unterschätzen und realistische Ziele zu stecken. Es bringt nichts, sich für alle möglichen Klausuren anzumelden und am Ende doch nur den Überblick zu verlieren, zu verzweifeln und dann schlecht abzuschneiden oder, im schlimmsten Fall, nicht zu bestehen.

Qualität vor Quantität sollte die Regel sein. Allgemein hilft es, gesetzte Ziele auszuformulieren und sie beispielsweise über den Schreibtisch zu hängen, um sie immer im Blick zu haben. Ein Lernplan mit ausreichend Zeitpuffern und fest eingeplante Tage, an denen du einfach mal nichts machst, sind eine große Unterstützung beim Lernen. Auch kleine Belohnungen beim Erreichen eines bestimmten Ziels können hilfreich sein und als zusätzliche Motivation dienen. Das alles macht die Klausuren am Ende zwar nicht einfacher, erspart dir aber eine Menge Stress. Dies wirkt sich letztendlich auch positiv auf deine Noten aus.

 

Für all diese Ratschläge gilt das altbekannte Sprichwort: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Organisation und Selbstdisziplin sind nicht nur im Studium und im Beruf dringend nötig. Sie gehören glücklicherweise auch zu den Dingen im Leben, die du lernen kannst.

Hier noch ein paar allgemeine Tipps, die dich schneller an dein Ziel bringen:

Tipp 1: Immer mit der Ruhe.

Trotz all des Tatendrangs zum Jahreswechsel bringt es dir nichts, alle Baustellen gleichzeitig anzugehen. Wenn du eins nach dem anderen ordentlich und richtig abarbeitest, erreichst du deine Ziele schneller und einfacher.

Tipp 2: Erzähle Anderen von deinem Vorhaben.

Es hilft, sich anderen mitzuteilen und ihnen von deinem Vorhaben zu erzählen. So wird eine Art Druck aufgebaut, der dich indirekt dazu bringt, mehr für das Erreichen deines Ziels zu tun. Egal ob Klausurvorbereitung oder Auslandssemester: Wissen andere davon und fragen öfter mal nach wie es denn so läuft, fängst du automatisch an, dich aktiv mit deinen Zielen zu befassen und daran zu arbeiten. Das führt viel schneller zum deinem gewünschten Erfolg.

Tipp 3: Nicht die Balance verlieren.

Ja, das Studium ist wichtig. Trotz all der guten Vorsätze fürs Studium für das neue Jahr solltest du das Ganze nicht zu verbissen angehen. Eine gesunde Portion Ehrgeiz ist lobenswert, doch du ganz allein bestimmst wie du deine Prioritäten setzt. Jeder braucht mal eine Auszeit von der Uni um Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen, Sport zu machen oder einfach mal auf der Couch genüsslich ein paar Stunden nichts zu tun. Auch das sollte im neuen Jahr nicht zu kurz kommen!

Egal, was genau du im neuen Jahr erreichen willst, wir wünschen dir dabei viel Erfolg!

Über den Autor

Afra

Afra ist seit geraumer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig. Ihr Erfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen von Unternehmen und Ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften helfen ihr bei der Einschätzung von Fragen zu Karriere und Bewerbung.

1 Kommentar

  • Die Tipps hier sind sehr gut und ausgewogen. Oft ertappe ich mich mit zuviel Ehrgeiz, wobei dann andere und erholsame Dinge liegen bleiben, oder zu viel auf einmal machen zu wollen. Ich habe gemerkt, dass man tatsächlich besser und mit mehr Freude voran kommt, wenn man trotz den Vorsätzen gleichzeitig auch entspannt bleibt. Den Trick, anderen von den Plänen zu erzählen, nutze ich auch immer wieder, aber eher unbewusst.

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