Nacktheit im Büro – Wie viel ist zu viel?

Lackierte Männerfüße in FlipFlops
verfasst von Ben

Über die Grenze zwischen angemessen und obszön entscheiden nur wenige Zentimeter Stoff. Es gibt Unternehmen mit strengen Dresscodes und solche, in denen die Mitarbeiter frei in ihrer Kleiderwahl sind.

Lackierte Männerfüße in FlipFlops

Ryan McGuire – gratisography.com

Nacktheit im Büro: Keine freie Kleiderwahl?

Scheinbar frei. Selbst in diesen Unternehmen gibt es oft einen unausgesprochenen Kleiderkodex, an den sich die meisten halten. Es gibt allerdings ein paar universell gültige Gesetzmäßigkeiten, mit welchen du erstmal auf der sicheren Seite bist.

Kleider machen Leute!

Vergiss nicht, an dem Satz „Kleider machen Leute“ ist etwas Wahres dran. Menschen schließen bewusst oder unbewusst von deinem Äußeren auf dein Inneres. Dies beruht zwar auf Vorurteilen, ist aber gang und gäbe.

FKK: Freizügiges Kleider-Kommando

Die folgenden Hinweise können dir als Orientierung dienen.
Fangen wir einfach mal oben an:

    1. Die Schultern

      Über die Freiheit der Schultern lässt sich streiten. Da kommt es vornehmlich auf die Branche an. Spaghetti-Tops und Muskelshirts sind in den meisten Unternehmen immer noch fehl am Platz. Der Tragekomfort mag im Sommer noch so hoch sein, sie wirken dennoch extrem unseriös.

    2. Das Dekolleté

      Mittlerweile ist dies nicht nur ein Frauenthema. Oberteile, welche betonte sowie tiefe Einblicke erlauben, sind in den meisten Berufen unangemessen. Dies bedeutet nicht, dass du nur hochgeschlossene Oberteile tragen darfst. Aus Rücksicht zu deinen Kolleginnen und Kollegen solltest du auf zu aufreizende Ausschnitte dennoch verzichten.

    3. Der Rücken

      Ein schöner Rücken kann entzücken, zweifelsohne. Selbst mit einem schönen Rücken solltest du jedoch ausschließlich in deiner Freizeit entzücken. Bei der Arbeit geht es vorrangig nicht um Verzückung.

    4. Der Bauch

      Er ist wieder da. Der Trend zu bauchfreien Oberteilen, wer hätte das gedacht? Bei der Arbeit aber unangebracht! Unabhängig von der gewollten In-Szene-Setzung der Körpermitte passiert bei falscher Kleidung gern mal ein ungewollter Bauchblitzer. Schön ist das nicht. Am besten vermeiden.

    5. Der Po

      Tiefen Einblicken, weil die Hose des Gegenübers rutscht, sieht sich keiner gern ausgesetzt. Dagegen hilft ein Gürtel. So bleibt geheim, für welche Unterwäsche sich die Kollegen entschieden hat.

Nacktheit im Büro - zu viel Bein und zu viel Po

© Ed Gregory

  1. Die Beine

    Nach Knigge beträgt die Länge der Kleidung mindestens Knielänge. Aber auch in Unternehmen mit einer weniger strengen Kultur sollte die Kleidung mindestens die Mitte der Oberschenkel bedecken.

  2. Die Füße

    Die Füße? Ja! Wir sagen nur… Flip Flop… Flip. Wie die Zehen der Kollegen aussehen, möchte wirklich keiner wissen. Und wenn doch, ist es vielleicht sowieso besser, sie zu verstecken.

Noch unsicher?

Nacktheit im Büro - Outfit prüfen

© kheinz

Wenn du jetzt noch unsicher bei deiner Kleiderwahl bist, schlagen wir dir ein kleines Experiment vor:

Stelle dir einfach mal bildlich dein geplantes Outfit an dem einen oder anderen Kollegen vor. Bekommst du dabei Einblicke, welche sich auf keinen Fall in deinem Kopf festsetzen sollen, könnte es deinen Kollegen andersherum genauso gehen.