Selbstständigkeit & Unternehmensgründung #1

Geschäftsidee zur Selbstständigkeit
verfasst von Ben
Geschäftsidee zur Selbstständigkeit

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Die Geschäftsidee

Wer will heute schon noch arbeiten? Man hat doch Besseres zu tun. Freizeit, Freunde und das eigene Leben.
Aber was, wenn man das „eigene Leben“ plötzlich mit dem Job verbinden kann und die Arbeit nicht mehr als verlorene Zeit ansieht? Dann hat man natürlich gewonnen.
Wie kriegt man das hin? Einige finden einen Job, den sie wirklich gerne machen und für den sie ihre Zeit gerne aufbringen. Doch andere tun sich da um Einiges schwerer.

Es gibt keine Arbeit, die ich wirklich mein Leben lang machen könnte.

Wieso soll ich für jemanden arbeiten, der verdient doch mit meiner Arbeit mehr als ich bekomme.

Na, dann lass es doch einfach!

Wer sich seine Zeit selbst einteilen möchte, keinen Vorgesetzten haben will und dennoch nicht vom Staat leben möchte, der macht sich selbstständig. Selbstständigkeit – Existenzgründung mit einer eigenen Geschäftsidee.

Aber ich habe keine Idee, was ich machen soll.

Dann denk nach!

Wenn man eine total abgefahrene Geschäftsidee oder eine neue Erfindung gemacht oder eine Marktlücke (oder einen komplett neuen Markt) gefunden hat, ist das natürlich cool. Damit ist es ziemlich einfach, ein Geschäft hochzuziehen, das Geld abwirft.
Das Problem ist nur: fast niemand hat eine dieser drei Voraussetzungen.
Die gute Nachricht: das ist auch nicht nötig!

Um eine Geschäftsidee zu bekommen, ist eines von elementarer Bedeutung, egal in welchem Gebiet man tätig sein will:

Wie kann man sich von der Konkurrenz abgrenzen?

Dabei ist es wichtig, nicht zu groß anzufangen. Natürlich könnt ihr (wahrscheinlich) nicht ein Smartphone auf den Markt bringen, welches über einen integrierten Toaster verfügt.
Es geht vielmehr um Kleinigkeiten.

Beispiel: Du interessierst dich für Mode. Du willst aber weder als Verkäufer/in in irgendeinem Laden den Kram verkaufen, den andere bestellt haben, noch willst du den Bürojob von demjenigen, der für die Bestellungen zuständig ist. Zur Designerin bist du auch nicht geboren. Aber du hast ein Gefühl für Mode und beschäftigst dich gerne damit.
Also machst du einfach einen kleinen Laden in der Stadt auf. Bei der riesen Konkurrenz, genau. Aber du bist anders. Dein Laden ist anders. Bei dir sind die Stühle nicht dazu da, dass die erschöpften Männer, die von ihren Frauen zum Shoppen mitgeschleift werden, sich mal kurz ausruhen können. Bei dir gibt es einen extra Bereich, in dem Kunden und Kundinnen Gebäck essen, Kaffee trinken und sich unterhalten können. Eine Mischung aus Kleiderladen und Café.
Besonders attraktive Angebote werden so platziert, dass sie vom Café aus gut gesehen werden können und die Kundschaft sie genauer ansieht, als sie es beim normalen Shopping Durchgang tun würde. Du legst aktuelle Modemagazine hin und richtest den Laden gemütlich ein.
Schon hast du ein Geschäft, welches sich maßgeblich von der Konkurrenz abhebt. Als zusätzliche Einnahmequelle verkaufst du außerdem noch Nahrungsmittel.

Und das Wichtigste: Du machst dein eigenes Ding. Und wenn es gut läuft, dann eröffnest du weitere Filialen, hast irgendwann eine Kette und brauchst nicht mehr arbeiten – falls du dann keine Lust hast, weiter zu machen.

Der Erfolg einer solchen Idee hängt natürlich in starkem Ausmaß davon ab, wie man sich präsentiert und seine Vorzüge an die Kunden kommuniziert. Doch das war selten einfacher als heute. Über Werbemaßnahmen bei Facebook und im Internet hat man grenzenlose Möglichkeiten, eine Vielzahl von Leuten zu erreichen.

Und genau so geht es mit fast allem.

Fast alle bestehenden Geschäftsmodelle sind erweiterbar oder optimierbar. Ideen zur Selbstständigkeit können auch im Alltag kommen. Immer wenn man sich denkt „Dieses oder Jenes müsste es geben“, dann sollte man kurz innehalten und überlegen, warum man „Dieses oder Jenes“ nicht selbst auf den Markt bringt.

Oft sind es die simpelsten Dinge, die den größten Erfolg bringen – also nicht zu kompliziert denken bei der Selbstständigkeit!

Mit dem Finden der Geschäftsidee oder des Geschäftsmodells ist der erste wichtige Schritt zur Gründung des eigenen Unternehmens getan.
Doch jetzt kommt der wirklich aufwändige Teil: Finanzierung und Planung. Dazu gibt es nächste Woche mehr.