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Stress – Wie dein Körper dich warnt

Frau mit Hand vorm Gesicht
verfasst von Afra

Du befindest dich mitten in der Klausurenphase, dein Beruf ist derzeit unerträglich, du musst mit dem Verlust eines geliebten Menschen klarkommen, du fühlst dich nicht wertgeschätzt,….diese Liste ist noch beliebig fortsetzbar. Eines haben die Beispiele jedoch gemein: Sie setzen dich in den meisten Fällen unter enormen Stress.

Stress bezeichnet einen Zustand des Körpers, der hervorgerufen wird, um eine Anforderung zu bewältigen. Es gibt positiven Stress (Eustress), welcher uns dazu antreibt leistungsfähig zu sein und Distress, welcher uns eher lähmt. Für die deutlich negativen Auswirkungen von Stress ist Distress verantwortlich. Dieser wird hervorgerufen, wenn wir uns nicht in der Lage fühlen, eine Situation zu bewältigen.

Höre auf deinen Körper

Auf kurze Zeit ist dies nicht weiter schlimm. Setzt du dich jedoch bewusst oder unbewusst kontinuierlich Situationen

Frau mit Hand vorm Gesicht

@Ryan McGuire

aus, in denen du dich überfordert fühlst, kann dies schädlich werden. Oft verlernen wir mit der Zeit den körperlichen Symptome des Stresses Beachtung zu schenken und unterdrücken unsere Bedürfnisse zu oft. Permanent hat dieser Zustand Folgen. Es kann sogar sein, das du gestresst bist, ohne dies tatsächlich zu merken. Auf die Frage: „Hast du Stress?“, antwortest du dann guten Gewissens mit „Nein“. Dabei sagt dir dein Körper mit allen Mitteln, dass du sehr wohl Stress hast und du deine Situation dringend verändern solltest.

Bei jedem Menschen äußern sich Symptome des Stresses anders. Manche reagieren auf Stress besonders mit Kopfschmerzen, manche bekommen Magenprobleme. Es ist gut, wenn du lernst, wieder auf deinen Körper zu hören, um präventiv eingreifen zu können.

Typische Stresssymptome

Nachfolgend sind typische Symptome aufgeführt, welche klare Anzeichen für Stress darstellen können. Diese dienen dir jedoch lediglich als Orientierung. Solltest du eines der aufgeführten Anzeichen bei dir entdecken, empfiehlt sich auf jeden Fall der Gang zu einem kompetenten Arzt:

Tinnitus

Das nervige Ohrenpiepen tritt manchmal ganz plötzlich auf und verschwindet meist nach einer Weile wieder, kann allerdings chronisch werden. Nimm Tinnitus auf jeden Fall ernst! Bleibt der Tinnitus über eine längere Zeit erhalten, solltest du unbedingt zum Arzt gehen.

Augenzucken

Ein unkontrollierbares Zucken des Augenlieds geht meist von selber wieder weg und kann mehrere Ursachen haben, wie zum Beispiel Stress. Eines ist es auf jeden Fall: Sehr störend!

Bruxismus

Du wachst jeden Morgen mit Kieferverspannungen auf, beim Kauen hörst du es knacken und deine Gesichtspartien tun irgendwie weh. Bruxismus nennt sich das Knirschen der Zähne, welches besonders oft nachts auftritt. Ist Stress dafür die Ursache, bekommt der Spruch „Die Zähne zusammenzubeißen“ eine ganz eindeutige Beschreibung. Bruxismus kann so weit gehen, dass die Zähne regelrecht abbrechen. Oft bekommst du dann eine Zahnschiene verpasst. Bedenke aber, dass diese die Ursache nicht löst!

Unruhe

Wenn du dich stetig gehetzt und angespannt fühlst und es unerträglich wird, dich mal kurz auszuruhen, solltest du unbedingt etwas unternehmen. Am besten du suchst dir ganz bewusst Dinge, die dich entspannen können.

Alpträume

Es gibt viele Menschen, die sich nicht an ihre Träume erinnern können. Auch gibt es Menschen, die öfter als andere von Alpträumen heimgesucht werden. Häufen sich diese jedoch und du wachst regelmäßig mit rasendem Herzen und schweißgebadet auf, ist ein Besuch beim Arzt ratsam.

Empfindliches Immunsystem

Stress - Wie dein Körper dich warnt

© kaboompics.com

Wenn du immer wieder krank wirst, eine Dauererkältung mit dir rumschleppst und einfach so gar nicht gesund werden willst, kann es am Stress liegen. Dieser greift das Immunsystem an und du kannst dich schlechter gegen Krankheiten wehren.

Schlechtes Hautbild

Viele reagieren in stressigen Phasen mit Pickeln oder Hautrötungen, trockener und schuppiger oder auch fettiger Haut. Manchmal fühlen sich Betroffene dann dadurch sogar noch mehr gestresst.

Bauchschmerzen

Probleme mit der Verdauung kennen viele, wenn sie sich in stressigen Situationen befinden. Beispiele dafür können zum Beispiel Magenkrämpfe, Durchfall, Verstopfungen, Grummeln im Bauch sein.

Gewichtsschwankungen

Manche nehmen tendenziell ab, da ihnen der Stress sprichwörtlich auf den Magen und Appetit schlägt, manche versuchen den Stress mit Essen zu kompensieren. Unabhängig von einem veränderten Essverhalten, kann sich langanhaltender Stress auf der Waage in beiden Richtungen bemerkbar machen.

Kopfschmerzen

Gerade Menschen, die sowieso schon öfter von Kopfschmerzen geplagt werden, leiden in stressigen Situationen unter vermehrten Schmerzattacken. Auf keinen Fall solltest du die Schmerzen auf Dauer mit Schmerztabletten unterdrücken. Gerade bei Schmerztabletten besteht oft die Gefahr, dass es zu einer Gewöhnung kommt und damit die Wirkung immer mehr nachlässt. Es gibt übrigens über 250 verschiedene Kopfschmerzarten. Begebe dich am besten in Expertenhände.

Schlafprobleme

Ein gesunder Schlaf ist wichtig, um ausgeruht zu sein. Meist stresst du dich noch mehr, wenn du versuchst deinen Körper zum Einschlafen zu zwingen. Einen gesunden Schlaf kannst du allerdings nicht erzwingen und es ist ratsam ihn nicht mit Schlaftabletten herbeizuführen. Diese machen schnell abhängig und lösen die Ursache schon gar nicht.

Stress - Wie dein Körper dich warnt - Schlafprobleme Kopfschmerzen

© Benjamin Combs

Panikattacken

Angststörungen können eine extreme Auswirkung von Stress darstellen. In der Paniksituation fühlt sich der Betroffene völlig von seiner Angst überwältigt. Der Zustand kann von Atemnot, Kribbeln im Körper, Herzrasen und sehr vielen anderen Symptomen begleitet werden. Eine solche Erfahrung und der damit begleitete Kontrollverlust kann sich auf die Betroffenen traumatisch auswirken. Hole dir unbedingt Hilfe, wenn du unter Panikattacken leidest, da die Angst vor der Angst die Gefahr vor erneuten Attacken steigert.

Reizbarkeit

Auf einmal bringen dich Kleinigkeiten auf die Palme. Du reagierst auf Ereignisse, die du früher gelassen hinnehmen konntest, überaus dünnhäutig. Wenn du unerklärlich aggressive oder auch sensible Züge an dir wahrnimmst, die nicht deiner üblichen Verfassung entsprechen, könnte dies dem Stress geschuldet sein. Vor allem, wenn du das Gefühl hast, die Kontrolle über deine Verhaltensweisen zu verlieren, solltest du dies als klares Zeichen werten, genauer hinzuschauen.

Sozialer Rückzug

Du bist ungemein lethargisch, hast überhaupt keine Energie, soziale Situationen vermeidest du und du willst am liebsten die ganze Zeit allein sein, um überhaupt nichts zu tun? Es empfiehlt sich unbedingt ein Besuch beim Arzt. Diese Symptome sind zwar auch Anzeichen für Stress, können aber auch andere ernste Ursachen haben.

Ausgleich schaffen !

Stress - Wie dein Körper dich warnt. Tipp - Ausgleich schaffen! Bspw. durch Sufen :)

© Joschko Hammermann

Es ist sehr gut möglich, dass du keines der hier genannten Stresssymptome bei dir wiederfindest und du trotzdem gestresst bist. Es gibt eine solche Vielzahl unterschiedlicher Auswirkungen, dass eine genaue Aufzählung an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde.

Deshalb ist besonders wichtig, dass du lernst auf deinen Körper zu achten. Um bestmöglich zu funktionieren, unterdrücken wir oftmals die klare Aufforderung unseres Körpers nach mehr Ruhe oder Ausgleich. Du kennst dich selbst jedoch am besten. Wenn du schon weißt, wie du auf Stress reagierst, bemerkst du die Symptome an dir noch bevor du den Stress bewusst spürst.

Schaffe in deinem Leben genügend Situationen, in denen du dich wohlfühlst und versuche deine Situation frühzeitig zu ändern. Denke an dich und deine Gesundheit. Keine geeigneten Mittel, um mit Stress umzugehen, sind Drogen und Alkohol! Diese schaden dir nur zusätzlich.

Über den Autor

Afra

Afra ist seit geraumer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig. Ihr Erfahrungsschatz in verschiedenen Bereichen von Unternehmen und Ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften helfen ihr bei der Einschätzung von Fragen zu Karriere und Bewerbung.

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