Inventur und Karriere

Strichliste mit Inventur-Schriftzug
verfasst von Ben

Unter’m Strich steht der Erfolg

Inventur und Karriere – da stellt sich die große Frage: Soll ich in dem Bereich der Inventur Karriere machen? Nein, darum geht es nicht. Doch eine Bestandsaufnahme deiner Ziele kann dir bei deinem Erfolg helfen!

Eine Inventur ist …

Unter einer Inventur verstehen wir im Allgemeinen die körperliche Bestandsaufnahme, welche schriftlich festgehalten wird. Es geht darum zu erfassen, welche Gegenstände derzeit im Bestand vorhanden sind und wie sich der Bestand im Verlauf der Zeit verändert hat. Dabei gibt es verschiedene Varianten, wie zum Beispiel die Stichprobeninventur oder auch die permanente Inventur.

Strichliste mit Inventur-Schriftzug

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Die Inventur und deine Karriere

Wer seinen Erfolg von der Ausbildung oder von dem Studium an festhalten und messbar machen will, gerade für den bietet sich eine regelmäßige Inventur an. Wer jedoch gar nicht so karriereversessen ist, wem es primär darum geht, glücklich in dem aktuellen Job zu sein und mit den Finanzen hinzukommen, derjenige muss nicht so sehr hinter der eigenen Inventur hinterher sein.

Folglich werden verschiedene Möglichkeiten für verschiedene Karrieretypen vorgeschlagen:

Der Karrierist:

Heute in Hamburg bei der Familie, morgen Washington, im Anschluss Berlin, danach Tokio und Barcelona – du kennst wirklich alle großen und namenhaften Städte, in denen dein Business groß vertreten ist. Jetlag ist ein Fremdwort für dich – du bist quasi 24/7 wach. Dabei schaffst du es spielend alle Aufgaben zu erledigen, dich körperlich fit zu halten und gleichzeitig Familie und Freunden gerecht zu werden. Respekt, in puncto Selbstoptimierung bist du ganz vorne dabei!

Beförderung – Bring Schwung in deine Karriere. Tipps fürs Selbstmarketing

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Die Inventur für deine Karriere:

Die Wunschliste mit deinen Zielen hast du bereits als Teen aufgestellt. Seitdem streichst du von Beginn deiner beruflichen Ausbildung an regelmäßig die Punkte von der Liste. Mindestens einmal pro Vierteljahr setzt du dich im Flugzeug zwischen deinen Terminen an deine Liste: Karrierewünsche Erfüllt Noch zu erledigen

Dein Problem:

Deine Liste der Karrierewünsche wird einfach nie kürzer, weil du dir immer höhere Ziele steckst. Das kann ab und an auf die Stimmung drücken.

Unser Tipp:
Solltest du dich irgendwann einmal wundern, warum deine Liste nicht kürzer wird, der Ruhestand aber immer näher rückt, dann wirf einfach einmal einen Blick in die Erfüllt-Spalte. Wenn du dir deine Erfolge vor Augen hälst, ist die Liste der Karrierewünsche doch nicht mehr so lang.

Der Sprunghafte:

Du bist eher so derjenige, der schon ganz gerne bis an die Spitze will aber … oh ein Eichhörnchen. Genau – deine Aufmerksamkeitsspanne für dieses Ziel ist immer nur in einem begrenzten Zeitraum aktiv. Dabei bringst du eigentlich alles mit, um deine Karriere bis an die Spitze zu bringen – wenn da nicht noch so viele andere Sachen zu erledigen wären!

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Die Inventur für deine Karriere:

Deine Inventur verläuft zumeist nur sporadisch. In deinem Unternehmen wird intern eine höhere Position ausgeschrieben? Zack – da greifst du zu Stift und Papier um zu sehen, was du bisher erreicht hast, ob deine Fähigkeiten mit den Anforderungen an die Stelle übereinstimmen und ob du deine eigentlichen Ziele damit erreichst.

Dein Problem:

Dann und wann denkst du, dass du einfach nur herumdümpelst und nicht wirklich das erreichst, was du dir immer erträumt hast. Dann folgt die Panik, dass dir deine Zeit wegrennt, du immer die falschen Jobs hast und du gar nicht alles erreichen kannst.

Unser Tipp:
Tief ein- und ausatmen und dich vor allem nicht als Versager abstempeln! Was dir fehlt ist die Fokussierung auf deine Ziele. Setz dir einfach eine Erinnerung, mindestens einmal im Jahr. An diesem Tag, oder an diesen Tagen, ziehst du dich von allen möglichen Ablenkungen zurück und machst deine Inventur!

Der Genügsame

Hmm… Karriere? Joa, schon, mit mehr Geld und besseren Perspektiven und, und, und … Aber diese Arbeit, dieser Stress, diese Verantwortung – och, muss das jetzt sein? Eigentlich bist du doch ganz zufrieden, so wie es jetzt ist: Du hast dein Einkommen, kommst super mit den Aufgaben und deinen Kollegen klar – warum dann an irgendeiner Leiter versuchen hochzukraxeln? Warum zum Beispiel auf Vollzeit umstellen, wenn Teilzeit doch so super funktioniert?

Musikhörender Geschäftsmann im Büro

© Volker Witt – Fotolia

Die Inventur für deine Karriere:

Na ja, eigentlich findet die nur unter Zwang beim regelmäßigen Feedbackgespräch mit deinem Vorgesetzten statt. Hast du alle Aufgaben geschafft? Ja. Bist du zufrieden mit dem, was du machst? Ja. Möchtest du mehr machen? Wenn es nicht mehr Stress macht: Ja. Ansonsten nein danke.

Dein Problem:

Du für dich hast kein Problem. Dann aber kommt irgendwann der Punkt, an dem dein Betrieb eine Inventur der Mitarbeiter macht und sich plötzlich von einigen verabschieden muss – so auch von dir. Was jetzt? Jetzt musst du wirklich gucken, wo du eigentlich mit deiner Karriere stehst!

Unser Tipp:
Wir wollen dich nicht dazu zwingen, dein Potential vollkommen zu entfalten! Es ist dein Leben – also auch deine Karriere. Aber für den Fall, dass der oben erwähnte Worst Case eintritt, solltest du immerhin ein paar Skills aufweisen, die sich super auf dem Arbeitsmarkt vertreten lassen. Ebenso wie der Sprunghafte solltest du mindestens einmal im Jahr die Zeit für deine Bestandsaufnahme finden.

Der Gen-Y’er

Karriere? Schön und gut, aber du willst auch genug Zeit für deine privaten Interessen haben. Wenn sich das mit einem Sprung auf der Karriereleiter vereinbaren lässt – perfekt. Wenn nicht, dann möchtest du doch lieber darauf verzichten. Schließlich willst du noch etwas von deinem Leben haben, so zumindest das Motto der Generation Y. Solange das mit dem Einkommen passt: bloß keinen Stress aufkommen lassen.

Pärchen am Strand

© Caleb Morris

Die Inventur für deine Karriere:

Eine Inventur steht nur dann an, wenn du plötzlich unzufrieden bist. Das Betriebsklima, die Arbeitszeiten oder das Gehalt passen nicht mehr zu deinem Lifestyle – das geht so nicht. Also muss eine Bestandsaufnahme her. Dabei kommt nicht nur deine Karriere auf den Prüfstand, sondern ebenfalls alle potentiellen Unternehmen.

Dein Problem:

Dadurch, dass du beruflich dazu neigst sprunghaft zu sein, wenn deine berufliche Situation nicht mehr zu dir passt, hat dein Lebenslauf ganz schön viele verschiedene Stationen. Da fragt sich schon einmal ein Personaler, ob es sich lohnt, dich einzustellen – oder ob du nur für unnötigen Papierkram sorgst.

Unser Tipp:
Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist ein super Ziel! Wenn du die erreicht hast – perfekt. Doch nur weil sich eine Kleinigkeit ändert, die deine Balance gefährden könnte, solltest du nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Versuch einfach einmal Änderungen zu akzeptieren und schon wirst du bei deiner Inventur sowie künftigen Bewerbungen vielleicht ein oder zwei Sprünge weniger erklären müssen.

Fazit:

In jedem Fall kann eine Inventur deines bisherigen Lebenslaufes nicht schaden – einfach um einen Überblick zu dem derzeitigen Stand deiner Karriere zu haben. Versuch es einfach!