Mitarbeiterzufriedenheit – so glücklich sind Angestellte wirklich!

Frau springt voller Freude
Jumping Girl

© Daniel Bowman – stocksnap.io

„Mitarbeiterzufriedenheit ist der Schlüssel zu echtem Unternehmenserfolg“. Dieser Satz steht in nahezu jedem Management-Ratgeber – doch wie sieht die Realität in deutschen Unternehmen aus? Welche Faktoren für deine Zufriedenheit als Mitarbeiter eine große Rolle spielen, erfährst du hier.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichte eine Studie zum Thema Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in Unternehmen in Deutschland. Der Zusammenhang von Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskultur sowie Unternehmenserfolg wurde erforscht.

Hier die 6 auffälligsten Trends:

  • 77% der Befragten gaben an, mit Ihrer Arbeit im Großen und Ganzen zufrieden zu sein
  • Je höher die Position im Unternehmer, desto zufriedener ist der Mitarbeiter
  • Die Identifikation des Mitarbeiters mit dem Unternehmen spielt eine entscheidende Rolle
  • Frauen sind durchschnittlich etwas zufriedener als Männer
  • Die Arbeitszufriedenheit sinkt mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • Im europäischen Vergleich schließt Deutschland bei der Mitarbeiterzufriedenheit überdurchschnittlich gut ab

 

Wie zufrieden du selbst in deinem Job tatsächlich bist, kannst du mit unseren 10 Faktoren zur Arbeitszufriedenheit herausfinden.

1. Kommunikation 

Coffee drinking

© David Marcu – stocksnap.io

Die Kommunikationskultur im Unternehmen wird nur von etwa der Hälfte aller Befragten als gut wahrgenommen. Dabei ist eine offene und uneingeschränkte Kommunikation nicht nur für deine Zufriedenheit wichtig, sondern wirkt sich auch nachhaltig auf die Zufriedenheit der Kunden und somit auf den Unternehmenserfolg aus.

2. Führungskompetenz deines Vorgesetzten

Führungskompetenz – der Ausdruck ist in aller Munde, doch was genau bedeutet er überhaupt? Führungskompetenz ist die Fähigkeit, Mitarbeiterführung erfolgreich zu bewältigen. In deinem Fall als Mitarbeiter bedeutet dies nicht, dass dein Chef so führt, dass alle Kunden zufrieden sind und der Umsatz entsprechend hoch ist. Führungskompetenz im Hinblick auf Mitarbeiterzufriedenheit bedeutet, dass dein Vorgesetzter zu deiner Zufriedenheit als Mitarbeiter beiträgt. Das könnte er nur durch unbegrenzte Urlaubstage und ein dickes Gehaltsplus erreichen? Falsch! Auch Soft Skills wie Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit können aus einem Vorgesetzen einen echten Führungsprofi machen.

3. Integrität der Führungskräfte

Andere Studien belegen, was du wahrscheinlich schon längst wusstet: Der eigene Chef steht bei den Unzufriedenheitsfaktoren auf Platz 1. Vertrauenswürdigkeit, Unbestechlichkeit, Zusagen, auf die du dich verlassen kannst. Klingt gar nicht so schwer, oder? Dein Vorgesetzter steht zu seinem Wort und sein Charakter sowie eine ordentliche Portion Charisma runden sein Profil ab? Glückwunsch, du scheinst einen echten Glückstreffer gelandet zu haben.

4. Partizipation

Partizipation ist in Zeiten der oft gepredigten offenen Unternehmenskultur für viele ein Fremdwort. Partizipation bedeutet vor allem, dass nicht ausschließlich von oben herab delegiert wird. Du als Mitarbeiter wirst, bis zu einem gewissen Grad, in die Entscheidungsfindung mit einbezogen und trägst Mitverantwortung. Partizipation soll zur besseren Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und seinen Werten beitragen. Ob du als Mitarbeiter überhaupt mit einbezogen werden möchtest, ist eine andere Frage.

5. Fürsorge

Dein Arbeitgeber hat dir gegenüber weitaus mehr Pflichten als nur die Zahlung eines Gehalts! Vor allem seine Fürsorgepflicht, an welche er gesetzlich gebunden ist, ist besonders wichtig. Sie beinhaltet vor allem, dass du als Mitarbeiter keinen physischen oder psychischen Gefahren ausgesetzt bist. Je nachdem, in welcher Branche du tätig bist, kommt noch eine Reihe von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen hinzu.

Die Prävention von Mobbing fällt übrigens ebenfalls unter die Fürsorgepflicht deines Arbeitgebers!

6. Fairness

Frauenquote und faire Bezahlung – Fairness hat in den meisten Unternehmen noch einige Baustellen. Fehlende Gerechtigkeit verursacht nicht nur Unzufriedenheit und Misstrauen, sondern senkt auch deine emotionale Bindung an das Unternehmen.

teamwork

© Startup Stock Photos – stocksnap.io

7. Teamorientierung

Teamarbeit steht bei vielen Mitarbeitern ganz oben auf der Beliebtheitsskala und gewinnt, unter anderem wegen der wichtigen Unternehmenskultur, auch in der Praxis an Ansehen. Teamorientierung und gezielte Arbeit in Teams fördert die Arbeitszufriedenheit – vorausgesetzt, die Teamzusammenstellung ist gelungen und das Projekt ist zur Bearbeitung im Team geeignet.

 

8. Identifikation 

Apropos emotionale Bindung: Je intensiver du dich mit deinem Arbeitgeber und mit deinen Aufgaben identifizieren kannst, desto höher sind Motivation und Leistungsbereitschaft. Hinzu kommt, dass mit steigender Identifikation mit dem Unternehmen auch die Bereitschaft steigt, langfristig für das Unternehmen tätig zu sein sowie sich in der Öffentlichkeit positiv zum eigenen Arbeitgeber zu äußern.

9. Personalmaßnahmen

Zu den verschiedenen Personalmaßnahmen, die dein Arbeitgeber heranziehen kann, zählen unter anderem Vergütungssysteme, Arbeitszeitsysteme, Systeme zur Personalentwicklung, Weiterbildung sowie Maßnahmen zur Karriereförderung, die dir als Mitarbeiter zugutekommen.

10. Förderung der beruflichen Entwicklung 

Wenn du dich in puncto Weiterentwicklung sprichwörtlich im Kreis drehst, bist du das beste Beispiel dafür, dass Personalentwicklung, Weiterbildung und Karriereförderung eine immer größere Rolle spielen, in der Praxis aber nur wenig Beachtung finden. Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter und Führungskräfte gelten als ein wichtiges Merkmal guter Arbeitsplatzqualität.

 

Wie zufrieden du in deinem Job bist, kannst letztendlich nur du selbst wissen – mit unseren 10 Faktoren der Mitarbeiterzufriedenheit findest du jedoch leichter heraus ob es eventuell Zeit ist, den Job zu wechseln!

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