Bewerbungsfotos – alle Fakten und Tipps!

Wie der Bewerber vor der Linse eine gute Figur macht - Bewerbungsfoto
verfasst von Ben
Wie der Bewerber vor der Linse eine gute Figur macht

© Dan Race

Das Bewerbungsfoto – ein sagenumwogender Aspekt jeder Bewerbung. Zuvor haben wir bereits einmal über allgemeine Faktoren der Bewerbungsfotografie berichtet. Hier wird nun ein Rundumschlag für euch mit allem Nützlichen gemacht.

Das perfekte Bewerbungsfoto wird von vielen Mysterien umrankt: Ist ein Lächeln erlaubt? Darf ich mich überhaupt schräg positionieren? Wie muss ich gucken? Schwarz-weiß, oder doch eher ein Farbfoto? Wie groß muss das Foto im Endeffekt auf der Bewerbung sein? Muss ich überhaupt noch ein Bewerbungsfoto mitschicken bei den Bewerbungen?

Die letzte Frage kann zumindest von zwei Positionen aus beantwortet werden:

  1. Rein rechtlich gesehen muss seit dem 2006 in Deutschland verabschiedeten Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (kurz AGG) ein Bewerbungsfoto einer Bewerbungsmappe nicht beigefügt werden. Personaler größerer, internationaler Firmen äußern sich diesbezüglich ebenfalls so, dass die Bedeutung des Bewerbungsfotos in den letzten Jahren abgenommen hat.
  2. Andererseits gibt es ebenso widersprechende Stimmen aus dem Human Ressource, die von einer anhaltenden Bedeutung des Bewerbungsbildes sprechen. Begründet wird diese Einstellung damit, dass ein Personaler letztlich wissen möchte, wie das potenzielle Gegenüber in einem Vorstellungsgespräch aussieht.

Wer sich nun für ein Bewerbungsbild entscheidet, der sollte sich folgende Grundregel einbläuen:

Ein professionelles, qualitativ hochwertiges Bewerbungsfoto ist ein Muss, da der jeweilige Personaler bereits daran erkennt, wie viel dem Bewerber an Qualität und Professionalität gelegen ist und mit welcher Motivation er sich auf die jeweilige Position einlässt.

Das heißt im Umkehrschluss: Wer mit einer 08/15 Fotografie sein Glück versucht, signalisiert damit, dass er/sie sich nicht einmal die Mühe machen konnte zu einem professionellen Fotografen zu gehen.

Wem das zunächst zu teuer sein mag, der möge im Anschluss überlegen, wie viel er in dem jeweiligen Job verdienen wird und wie teuer dann noch die Investition in einen professionellen Bewerbungsfotografen im Vergleich ist. Überdies hinaus gilt es sich einer weiteren Frage zu stellen: Welchen ersten Eindruck möchte ich bei einem künftigen Arbeitgeber hinterlassen?!

Nun zu der Frage, was alles bei einem Bewerbungsfoto beachtet werden sollte. Einen guten Überblick bezüglich Kleidung, Frisur und Make-up liefert euch bereits dieser Artikel von uns.

Für den guten ersten Eindruck auf dem Bild zählen aber noch weitere Aspekte:

    • Es muss ein möglichst aktuelles Bewerbungsbild sein, welches nicht älter als maximal 12 Monate sein darf. Ansonsten kann das erste Aufeinandertreffen im Vorstellungsgespräch, zumindest bei dem Arbeitgeber, für Verwirrung sorgen.
    • Ein offener, wacher Blick ist wichtig, ebenso wie ein freundliches und begrüßendes Lächeln.
      • Dabei ist es ganz egal, ob der Mund beim Lächeln leicht geöffnet oder geschlossen ist. Wichtig ist, dass es kein zwanghaftes Lächeln ist. Der potenzielle Arbeitgeber möchte letztlich bereits über dieses Bild eure Motivation erkennen.
    • Ebenfalls wichtig ist eine gute, möglichst schattenfreie Ausleuchtung des Gesichtes. Zu viele Schatten verdecken das Gesicht und ziehen unschöne Konturen, die einen Bewerber gerne älter aussehen lassen, als er ist.
    • Ein allgemeiner Leitfaden für die Kleidung: Dress for the Job. Dementsprechend kann ein Polohemd für eine Bewerbung in einer Bank mehr schaden als nutzen. Ebenso ist es von Vorteil gedeckte und dezente Farben zu tragen – also nicht in die Neonfarbpalette zu greifen für die Kleidungsauswahl.
    • Der Hintergrund für das Bewerbungsbild sollte nicht zu dunkel und nicht zu knallig gewählt werden, da dieser die Stimmung des Gesamtbildes beeinflusst und/oder zu sehr von dem Bewerber selbst ablenken kann.
    • Schwarz-weiß oder Farbe? Das ist eine ganz klare Typ- und Designentscheidung. Wer ein dunkles Design beispielsweise für seine Bewerbung wählt, sollte, um herauszustechen, nicht noch ein schwarz-weiß Bild verwenden.
    • Welche Abmessung? Da kann man sich ganz einfach an den Standards 6cmx4cm, beziehungsweise 9cmx6cm halten. Wer sich von der Masse abheben möchte kann zum Beispiel die gleichen Maße nehmen, sie dann aber auf das Querformat übertragen.
    • Wie erkenne ich einen professionellen Fotografen für Bewerbungsfotos?
      • Ein professioneller Fotograf nimmt sich nicht nur bei der vorhergehenden Beratung, sondern ebenfalls bei dem jeweiligen Shooting für den Bewerber ausreichend Zeit. Überdies kann er seine Arbeiten als Beispiele präsentieren, die nicht erst durch eine extreme Vergrößerung oder Verkleinerung gut aussehen. Sobald dem jeweiligen Fotografen überdies von der Position, für die man sich bewirbt, berichtet wird, kann der in vielen Punkten noch nützliche Tipps vor dem Shooting geben.

Damit müssten alle größeren und kleineren Fragen bezüglich des Bewerbungsfotos geklärt sein. Wer sich jetzt noch fragt, wo denn so ein Bewerbungsfotograf zu finden ist, der kann einmal beim Bewerbungsfoto-Navigator schauen.