Spaß bei der Arbeit – mit der richtigen Motivation!

Frau springt freudig in die Luft

Spaß an der Arbeit zu haben, obwohl du nicht in deinem Traumjob arbeitest?! – Das ist definitiv möglich! Zumindest in den meisten Fällen. Wir zeigen dir, wie du mit der richtigen Motivation Spaß bei der Arbeit hast!




Frust vs. Spaß bei der Arbeit

Mit ein wenig Mühe kannst du lernen eine Aktivität, die du eigentlich ungern betreibst, mit Freude anzugehen. Ob es dir die Anstrengung wert ist, dich mit dir selbst zu beschäftigen und ein wenig nachzudenken, musst du selbst entscheiden.

Bedenke dabei jedoch Folgendes: Selbst wenn du nur 20 Stunden pro Woche arbeitest, sind das schon 1040 Stunden im Jahr und 10.400 Stunden in 10 Jahren (433 Tage) – bei einem Vollzeitjob ist es doppelt so viel Zeit oder noch mehr.
Willst du so viel Lebenszeit einfach nur absitzen oder verschwenden, wenn du sie auch mit Spaß verbringen könntest?

Intrinsische und extrinsische Motivation

Entscheidend dafür, ob du etwas gerne tust, ist die intrinsische Motivation. Noch nie gehört? Schade, aber keine Schande.

Intrinsische Motivation bedeutet, dass man eine Sache um ihrer Selbst Willen tut und nicht nur wegen der durch die Aktivität entstehenden Endergebnisse.
Das Gegenteil ist die extrinsische Motivation – einer Beschäftigung nachgehen, um eine Belohnung zu bekommen.

Um das Ganze etwas praktischer darzustellen: Intrinsisch motiviert, ist der Musiker, der Musik macht, weil es ihm Spaß macht.
Extrinsisch motiviert ist ein Musiker, dem die Musik egal ist und der einfach nur Geld damit verdienen möchte.

Und da drängt sich auch schon der Gedanke auf, welcher das Hauptproblem bei der Arbeit widerspiegelt: Schließen intrinsische und extrinsische Motivation sich nicht aus? Zumindest für den normalen Menschen?

Freude durch die richtige Motivation

Natürlich sind wir darauf angewiesen, bestimmte Dinge zu erledigen. Wir brauchen das Gehalt von unserem Job. Und wir verdienen es eben meistens nicht mit unserem Hobby – die moderne Welt würde ja auch nicht funktionieren, wenn jeder nur Sport und Musik machen würde.

Was du lernen solltest, um auch an langweiligen oder unangenehmen Jobs Spaß zu haben, ist intrinsische und extrinsische Motivation aufzubringen.
Dafür musst du bei der Arbeit etwas finden, was dir in dem Moment Freude bereitet. Das heißt nicht, dass du dich dabei totlachen oder überglücklich sein sollst – aber die Tätigkeit sollte eben wenigstens leicht angenehm sein.

So hast du Spaß an der Arbeit

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

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Bei manchen Jobs ist das einfacher, als du glaubst. Vorweg: Das Ganze klappt nicht, wenn du komplett faul bist. Faulheit ist so ziemlich das Gegenteil von jeglicher Art Motivation.

Es kommt darauf an, dass du dir Ziele setzt, die realistisch zu erreichen sind, aber trotzdem eine Herausforderung darstellen. Zudem solltest du dich vollkommen auf die Tätigkeit konzentrieren.

Wie dir das hilft Spaß zu haben?

Erreichst du deine Ziele, freust du dich über den Erfolg und suchst dir eine neue, anspruchsvollere Herausforderung. Wenn du diese gemeistert hast, freust du dich wieder. Du wirst besser – das merkst du und Andere merken es auch.

Wenn du dich intensiv konzentrierst bist du auch besser in dem was du tust – was aber viel wichtiger ist: Du hast den Kopf frei von anderen Dingen.

Normalerweise versuchst du doch, in deiner Freizeit den Kopf frei von der Arbeit zu bekommen. Wenn du aber diese zwei simplen Regeln befolgst, kannst du die Arbeit nutzen, um deinen privaten Stress hinter dir zu lassen.

Erfolg messen – Spaß bei der Arbeit haben

Ein gutes Beispiel für das Erlernen intrinsischer Motivation bei der Arbeit gibt Mihaly Csikszentmihalyi in seinem Buch Flow:
Der Fließbandarbeiter Rico hat an seiner Position im Fertigungsprozess 43 Sekunden Zeit, seine Aufgabe zu erledigen. Doch Rico macht dies nicht einfach nur stumpfsinnig, sondern er versucht schneller zu sein – ohne, dass die Qualität der Arbeit darunter leidet. Er stellt persönliche Rekorde auf und versucht, diese zu brechen.
Dadurch motiviert er sich, sich bei jedem Teil zu konzentrieren, um sein Ziel – den neuen Zeitrekord für einen perfekten Arbeitsgriff– zu erreichen. Der Kopf ist dann automatisch frei und wird das Ziel erreicht, ist das ein Erfolgserlebnis.
Als zusätzlichen Vorteil hat er die restliche zur Verfügung stehende Zeit „frei“, sich zu entspannen – bis das nächste Teil kommt.

Natürlich gibt es in vielen Positionen irgendwann keine Möglichkeiten mehr, sich zu verbessern – aber wenn du so weit bist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sich durch deine verbesserten Fähigkeiten bereits neue berufliche Aussichten ergeben haben – und sei es nur an einer anspruchsvolleren Stelle in der Fließfertigung.

Auch ist das Ergebnis nicht immer so eindeutig messbar wie in Ricos Fall. Was die Messung des Erfolges angeht, musst du manchmal eben einfallsreich sein.
Messungen anhand von Zahlen sind am einfachsten, deshalb hilft es manchmal, zählbare Ereignisse als Maßstab zu wählen.




Beispiele für die Messung des Erfolges:

  • Der Beamte kann sich vornehmen, eine gewisse Zahl an Akten zu bearbeiten.
  • Jemand der im Pflegedienst arbeitet kann sich vornehmen, mindestens einen von zehn Patienten, mit denen er Kontakt hat, zum Lachen oder Lächeln zu bringen.
  • Wer eine große, langweilige Gesamtaufgabe vor sich hat, teilt sie sich am besten in gleichmäßige Teilaufgaben ein, für die er sich Zeitlimits setzt.

Wichtig ist, dass das Ganze nicht in Stress ausartet. Damit wäre der Sinn des Ganzen ins Gegenteil verkehrt – es geht ja darum, Spaß oder ein wenig Freude an der Arbeit zu finden.

Fazit: Mehr Spaß mit der richtigen Motivation

Mit unseren Tipps zu mehr Freude bei der Arbeit, kannst du nun neu durchstarten. Versuche die richtige Motivation einzusetzen und setze dir kleine Herausforderungen, die du meistern und als Erfolge feiern kannst.

Wenn all das nicht hilft und du nicht stinkend faul bist oder sonst überhaupt keine akzeptable Aufgabe bekommst, solltest du vielleicht darüber nachdenken deine Stelle zu kündigen und dir eine Arbeit suchen, bei der die Möglichkeit besteht, dich zu fordern.

Denn nicht nur unsere Fähigkeiten wachsen mit den Herausforderungen, die wir meistern, sondern auch unser Selbstwertgefühl und unsere Zufriedenheit.

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